Großer Preis von Großbritannien

Silberpfeile fliegen vorneweg - Ferrari bremst Vettel aus

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Lewis Hamilton steht bei seinem Heim-Grand-Prix auf der Pole Position.

Silverstone - Die Mercedes-Silberpfeile von Weltmeister Lewis Hamilton und WM-Spitzenreiter Nico Rosberg flogen im Qualifying zum britischen Grand Prix in Silverstone wie gewohnt vorne weg, derweil wurde Sebastian Vettel einmal mehr von seinem eigenen Team ausgebremst.

Zum dritten Mal im zehnten Saisonrennen wird Vettel wegen eines kurzfristigen Getriebewechsels an seinem Auto in der Startaufstellung für das Rennen am Sonntag (14.00/Sky und RTL) um fünf Plätze nach hinten versetzt und damit praktisch schon vor dem Erlöschen der Ampel aller Chancen beraubt. Sein sechster Platz im Qualifying noch hinter seinem Teamkollegen Kimi Räikkönen bedeutet Startplatz elf - kaum geeignet für ein den eigenen Ansprüchen genügendes Ergebnis. 

Red Bull zweite Kraft

Während Ferrari gegen sich selbst und die eigenen Unzulänglichkeiten kämpfte, konnten auf der Strecke nur die Red Bull den Mercedes-Silberpfeilen einigermaßen Paroli bieten. Barcelona-Sieger Max Verstappen, mit seinen 18 Jahren einer der heißesten Namen der Szene, stellte sein Auto in 1:30,313 Minuten auf den dritten Startplatz, neben ihm in der zweiten Reihe steht sein Teamkollege Daniel Ricciardo (1:30,618). Unter 1:30 Minuten blieben nur Pole Setter Hamilton (1:29,287) und Rosberg (1:29,606), die beide wie üblich in einer eigenen Liga fuhren. "Heute war nicht mein bester Tag, Glückwunsch an Lewis", sagte Rosberg. 

Kaum hatte Vettel im dritten freien Training am Samstagmorgen seine schnellste Runde gedreht, verkündete er via Boxenfunk Unerfreuliches. "Jungs, ich glaube, ich habe das Getriebe verloren", sagte er mit fast schon resignierendem Klang in der Stimme. Beim Hochschalten in den siebten Gang hatte es hörbar gekracht, anschließend verlor der Ferrari an Vortrieb. 

Erneuter Getriebewechsel kostet Vettel fünf Plätze

Völlig frustriert blieb Vettel noch minutenlang mit versteinerter Miene im Auto sitzen, als das schon längst wieder in der Box stand. Wenig später verkündete Ferrari das Unvermeidliche: Noch vor dem Qualifying musste zum zweiten Mal binnen 24 Stunden und zum dritten Mal binnen einer Woche das komplette Getriebe gewechselt werden. 

Nichts zu holen gab es im Qualifying für Pascal Wehrlein (Worndorf), der am vergangenen Sonntag mit seinem zehnten Platz in Spielberg den ersten WM-Punkt für sein Manor-Team geholt hatte. In Silverstone musste sich der 21-Jährige mit Startplatz 20 erst mal wieder hinten anstellen und war entsprechend enttäuscht. "Für das Rennen bin ich nicht wirklich optimistisch", sagte Wehrlein bei Sky: "Wir haben das ganze Wochenende am Set-up rumgeschraubt, aber es hat nichts gebracht." Achter im Qualifying wurde Nico Hülkenberg im Force India, er rückte wegen Vettels Pech einen Platz nach vorn. 

Nur 21 Fahrer bestritten das Qualifying am Samstagnachmittag, der Schwede Marcus Ericsson verzichtet auf Anraten der Ärzte. Im freien Training am Vormittag hatte Ericsson vor einer Linkskurve die Kontrolle über seinen Sauber verloren und war mit hoher Geschwindigkeit in die Streckenbegrenzung geprallt. Zur Sicherheit wurde der Schwede im Krankenhaus untersucht, sein erheblich zerstörtes Auto war zudem in der Kürze der Zeit nicht mehr zu reparieren.

SID

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