Klare Worte von Rehdens Boss Schilling

„Wer nicht mitzieht, kann wieder gehen“

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Da konnte Rehdens Keeper Milos Mandic noch so viel dirigieren – er wurde von den Kollegen nicht erhört. 

Rehden - Milos Mandic war ziemlich geknickt und frustriert. Da hatte der Torwart von Fußball-Regionalligist BSV Rehden ein Riesenspiel gemacht – und trotzdem fünf Gegentore kassiert. „Ohne Milo wäre das heute in den Bereich zweistellig gegangen. Das ist unfassbar“, knurrte Rehdens Vereinsboss Friedrich Schilling nach dem 1:5-Heimdebakel am Samstag gegen den SV Meppen. Mandic selbst fand kaum Worte für das, was da in den vorangegangenen 90 Minuten passiert war.

„Wir haben uns nach dem Platzverweis total ergeben. Aber selbst mit einem Mann weniger muss man bereit sein, mehr dagegenzuhalten. Und wenn du das nicht zu 100 Prozent tust, dann kriegst du eben so eine Jagdreise.“

Abwehrspieler Michael Wessel entschuldigte sich bei Mandic im Namen der ganzen Mannschaft. „Wir haben Milo heute im Stich gelassen. Dabei hatte er uns schon in der ersten Halbzeit, zwei-, dreimal den Arsch gerettet.“

Es war bereits die zweite torreiche Pleite in Folge. In der Vorwoche hatte der BSV Rehden mit 1:4 beim VfL Wolfsburg II verloren – jetzt das Desaster gegen Meppen. Wie Wessel seufzte auch Mandic: „Neun Gegentore in zwei Spielen – das ist wirklich bedenklich!“

Womit der 30-Jährige seinem Chef aus der Seele sprach. „Ich denke, dass wir einfach zu offen sind. Meppen hat eine richtig starke Mannschaft. Und viele von unseren Jungs glauben, dass sie genauso gut sind. Das glauben sie aber nur“, ereiferte sich Schilling: „Und wenn wir zu offensiv spielen, ist die Abwehr überfordert. Das haben wir heute gesehen.“

Ein Wink auch an Trainer Stephan Ehlers? „Ich denke, dass sich auch der Trainer noch an die Regionalliga gewöhnen muss“, sagte Schilling. Allerdings wollte er diese Aussage nicht als Druck auf den Coach verstanden wissen. „Wir werden jetzt alles in Ruhe analysieren und gemeinsam einen Weg finden, wie wir die Sache angehen“, so der Rehdener Vereinschef, der vor allem aber die Spieler nach dieser desolaten Leistung in die Pflicht nahm: „Wir werden auch mit den Jungs reden und dann sehen, wer bereit ist, das Ding mit uns hier durchzuziehen. Wer nicht dazu bereit ist, der kann den Verein bis zum 31. August noch wieder verlassen.“ An diesem Tag schließt das Transferfenster. 

flü

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