Rehden bringt sich beim 1:3 in Lüneburg wieder selbst in die Bredouille 

Und täglich grüßt das Fehlertier

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Starker Antritt von Moses Lamidi (Mitte). Rehdens Offensivmann erzielte das Tor für seine Mannschaft. 

Aus Bardowick berichtet Arne FlüggeBardowick - Pech? Unvermögen? Unglücklich? Vielleicht auch ein Stück weit verdient? Am Ende war es wohl eine Mixtur aus allem. Woran es aber nichts zu deuteln gab: Das Glas war unterm Strich wieder leer. Nicht halbvoll, nicht halbleer. Es war schlicht und einfach leer. Und nach der 1:3 (0:2)-Auswärtsniederlage am Samstag in der Fußball-Regionalliga beim Lüneburger SK Hansa steckt der BSV Rehden mit nun drei Pleiten in Folge und nur einem Pünktchen auf dem Konto schon früh in der Saison im Abstiegskampf.

Klar, in den vier Spielen mussten die Rehdener dreimal auswärts ran. Und das nicht gerade gegen Laufkundschaft der Liga. Doch was sich die Mannschaft vorwerfen lassen muss, ist: Sie lernt einfach nichts aus ihren Fehlern, die sie gemacht hat. Jedenfalls nicht schnell genug. Sie ist einfach nicht oder nur kaum in der Lage ist, Besserung zu zeigen. Dabei werden diese individuellen Patzer auf dem Niveau eben eiskalt bestraft – mit Gegentoren.

So auch in Lüneburg. Nach einem langen Ball über rechts flankte LSK-Stürmer George Kelbel maßgerecht in die Mitte, Gökay Isitan war zur Stelle und vollstreckte zur frühen 1:0-Führung. Ein Tor, dass BSV-Trainer Stephan Ehlers auf die Palme brachte. Nicht, weil es zuvor ein Missverständniss zwischen Neuzugang Kevin Schöneberg und Keeper Milos Mandic gegeben hatte; vielmehr hatte Rehdens Linksverteidiger Kresimir Matovina bei dem langen Ball wieder einmal nur der Kugel nachgeschaut, anstatt den mitlaufenden Mann im Auge zu behalten. „Wir haben diese Fehler schon in den letzten Spielen gemacht und das deutlich angesprochen. Wir haben im Training bewusst die Arbeit auf die Defensive gelegt. Und wenn du dann durch so ein taktisches Fehlverhalten wieder ein Tor kriegst, ist das richtig bitter“, ärgerte sich BSV-Coach Stephan Ehlers. Auch Kapitän Viktor Pekrul meinte: „Wir müssen diese individuellen Fehler unbedingt abstellen. Wir müssen bei solchen Bällen den Mann im Rücken im Auge haben.“

„Zwei Chancen des Gegners – und du liegst 0:2 zurück“

Denn auch das 2:0 für die Gastgeber in der 21. Minute fiel nach dem gleichen Strickmuster. Diesmal passte Isitan in die Mitte, wo Pascal Eggert frei vor Mandic auftauchte und den zweiten Lüneburger Treffer markierte. „Zwei Chancen des Gegners – und du liegst 0:2 zurück“, konnte Ehlers es kaum fassen. Und nach diesem Rückstand kam nun auch die Verunsicherung zurück. „Wir haben keine Ordnung in der Defensive und auch keinen Spielaufbau“, monierte Teammanager Peter Schöne noch während der ersten Halbzeit: „Wir müssen aggressiver gegen den Ball arbeiten.“

Auf der anderen Seite versuchte es Lüneburg immer wieder über die rechte Angriffsseite mit langen Bällen. Ehlers reagierte und nahm den indisponierten Matovina raus. „Irgendwann muss er lernen, sich taktisch besser zu verhalten. Und wenn es von der Bank aus ist“, brummte der Coach.

Mit der Einwechslung von Narciso Lubaca kam frischer Wind ins Rehdener Spiel. Ehlers zog Serdar Bingöl auf die Linsverteidigerposition zurück und stellte Lubaca quasi als Linksaußen auf. Mit Erfolg: Nach einem tollen Solo über links bediente Lubaca in der Mitte Moses Lamidi, der auf 1:2 verkürzte (53.).

Allerdings darf in diesem Zusammenhang nicht verschwiegen werden, dass Mandic zuvor zweimal prächtig reagiert und seine Mannschaft damit im Spiel gehalten hatte (48./49.). Aber vielleicht waren es gerade diese Glanzparaden und das darauffolgende Tor von Lamidi, was in der Rehdener Mannschaft eine Initialzünding auslöste. Denn fortan „habe ich nur noch eine Mannschaft gesehen, die das Spiel gemacht hat“, beschrieb der BSV-Übungsleiter die Gäste-Domimanz in der zweiten Hälfte. Endlich wurde Druck auf den Ball gemacht, jetzt wurden die Zweikämpfe angenommen und bei Ballbesitz schnell umgeschaltet. Immer wiede peitschte sich die Mannschaft lautstark nach vorn. Doch auch immer wieder war ein Lüneburger Kopf oder Bein dazwischen. Schließlich kam auch noch Pech hinzu. Ein Schuss von Ramiz Pasiov klatschte nur ein den Pfosten (81.).

Per Konter machte Lüneburg schließlich durch Isitan mit dem Tor zum 3:1 (90.+1) alles klar. „Das ist das bittere am Fußball. Wenn du unten drin stehst, segelt so ein Ball eben nur an den Pfosten, stehst du aber oben, geht so ein Ding auch mal rein“, haderte Ehlers nach dem Abpfiff.

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