Ex-Rehdener tippt jedoch auf „Wölfe“-Sieg

Stutter freut sich auf alte Kollegen

So schnell kann’s gehen: Im März spielte Marcel Stutter (links) noch für Rehden gegen Wolfsburg II, morgen erwartet er im „Wölfe“-Dress seinen Ex-Club zum Regionalliga-Duell. - Foto: Krüger

Rehden - Marcel Stutter sah ganz genau hin. Auf der Tribüne verfolgte er das 3:1 des BSV Rehden gegen den SV Meppen im Niedersachsenpokal-Achtelfinale – und war recht angetan. „Das konnte man sich gut anschauen. Rehden hat stark gekämpft, und Meppen wirkte am Ende platt“, urteilte der 28-Jährige, bis zum Saisonende noch kompromissloser Sechser des BSV Rehden. Am Mittwochabend wollte er beobachten, was ihn am Samstag erwartet. Denn nun trägt Stutter das Trikot des VfL Wolfsburg II – und mit dem erwartet er morgen ab 13 Uhr seine Ex-Kollegen. „Ich freue mich natürlich auf alle, die ich noch kenne – am meisten aber auf Jeff Gyasi“, schildert der Mittelfeldmann: „Mit Rehden habe ich neben ihm in der Doppel-Sechs gespielt – und jetzt wohl direkt gegen ihn.“

Nach dem Abpfiff „haben mich ein paar Fans gebeten, am Samstag nicht unbedingt alles zu geben“, verriet Stutter grinsend, „aber daraus wird nichts. Gerade gegen sein Ex-Team ist man immer ein paar Prozent mehr motiviert.“ Das riecht nach vollem Einsatz des 1,88-Meter-Manns.

„Aber in der Regionalliga Nord geht eben vieles über den Kampf – und dafür bin ich ja auch geholt worden“, erklärt der Neuzugang: „Nach Marcel Reichwein mit seinen 30 Jahren bin ich der Zweitälteste, 13 Jungs aus der Jugend sind in unseren Kader gekommen – und wir sollen dabei helfen, sie an den Männerfußball heranzuführen.“

Diese Entwicklungshilfe geschieht meist in zwei Trainingseinheiten täglich, zum Wochenende hin wird die Intensität heruntergefahren. Arbeiten wie in Rehden muss Stutter beim Werksclub nicht mehr.

Dafür sind auch die Ansprüche höher: „Ein gewisser Erfolgsdruck ist spürbar“, schildert Stutter. Nach mehreren vergeblichen Aufstiegs-Versuchen der U 23 „wird von uns schon erwartet, dass wir jetzt mal den Sprung schaffen. Mir soll das nur nur Recht sein, denn ich hätte Bock auf die Dritte Liga.“

Erstmal aber steht die Aufgabe gegen Rehden an. Und der Ex-BSVer stellt grinsend klar, was die Schwarz-Weißen erwartet: „Eine Niederlage! Ich tippe auf ein 2:0 – und ein Tor davon mache ich.“

Allerdings warnt er vor Rehdens Stärken: Kampf und Kompaktheit. „Und es ist schön, dass die Jungs dadurch eine Runde weiter sind.“

Das Viertelfinale beim TSV Havelse steigt jedoch drei Wochen später als im Rahmenplan vorgesehen: Gestern einigten sich die BSV-Verantwortlichen mit dem Regionalliga-Konkurrenten auf eine Verlegung auf Mittwoch, 31. August, um 19.30 Uhr. „Wir brauchen auch mal eine Pause, um wieder vernünftig in den Trainingsrhythmus zu kommen“, verdeutlichte Rehdens Teammanager Peter Schöne angesichts der vier Pflichtspiele in zwei Wochen – einschließlich des Auftritts am Samstag. - ck

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