Daniel Franziskus mit Verdacht auf Wirbelbruch in Klinik 

Oldenburger Schockstarre

Jubelsprung: Rehdens Maciej Zieba nach seinem Tor zum 2:2-Ausgleich. - Foto: Flügge

Oldenburg - Von Arne Flügge. Dietmar Hirsch hatte einen dicken Klos im Hals. Das 2:2 (2:1) in der Fußball-Regionalliga gegen den BSV Rehden interessierte ihn gerade nicht wirklich. Verständlich. „Es ist nicht einfach über ein Spiel zu sprechen, wenn einer meiner Spieler, der zuletzt alles für die Mannschaft und den Verein gegeben hat, so schwer verletzt ist. Das beschäftigt mich jetzt viel mehr“, sagte der Trainer des VfB Oldenburg während der Pressekonferenz mit stockender Stimme. Draußen wurde gerade sein Stürmer Daniel Franziskus mit Verdacht auf eine Brustwirbelfraktur vom Rettungswagen ins Klinikum gebracht.

In der 78. Minute war Franziskus nach einem Kopfballduell unglücklich auf den Rücken geknallt. Sanitäter trugen ihn vom Platz, noch im Spielertunnel wurde der 25-Jährige stabilisiert und bekam einen Infusionszugang gelegt. Schnell machte der Verdacht auf eine Wirbelsäulenverletzung die Runde. „So eine Scheißverletzung braucht kein Mensch“, sagte Rehdens Trainer Stephan Ehlers. Schiedsrichtergespann und Spieler wurden nach dem Abpfiff umgeleitet, um ihre Kabinen zu erreichen. Denn im Spielertunnel kümmerten sich die Rettungskräfte weiterhin um Franziskus, machten den Fußballer für den Abtransport bereit. „Wir können nur hoffen, dass es nicht so schlimm ist wie befürchtet“, sagte Hirsch.

Schließlich fand der Trainer doch noch ein paar Worte zur Partie: „Ich bin mit dem Ergebnis unzufrieden, weil wir in der zweiten Halbzeit zu viel mit langen Bällen operiert haben anstatt weiter Fußball zu spielen.“

Sein Kollege Stephan Ehlers konnte schlussendlich nach einer kräftezehrenden Woche mit dem Pokalfight am Mittwoch in Havelse (2:1) mit dem Remis leben. Zumal der BSV Rehden gestern gleich sechs Spieler krankheits- oder verletzungsbedingt ersetzen musste. „Und in Kresimir Matovina und Sergar Bingöl sind noch zwei aufgelaufen, die wegen ihrer Erkältung unter normalen Umständen nicht hätten spielen dürfen“, sagte der 46-Jährige.

Dennoch starteten die Rehdener furios und gingen in der vierten Minute mit 1:0 in Führung: Nach einem Abstoß von BSV-Keeper Milos Mandic nahm Hugo Magouhi den Ball an, drehte sich kurz und schickte mit einem Traumpass Moses Lamidi in die Tiefe. Der BSV-Spielmacher umkurvte noch VfB-Keeper Patrick Nettekoven und vollstreckte eiskalt. „Wir haben zuletzt vermehrt Torabschlüsse trainiert. Das hat sich ausgezahlt“, sagte Ehlers, „das frühe Tor hat uns in die Karten gespielt.“ Allerdings hatten die Rehdener die Rechnung nicht mit Schlitzohr Thorsten Tönnies gemacht. In der 13. Minute drehte sich der Oldenburger Kapitän und Ex-BSV-Kicker geschickt in Marcel Polomka hinein – Elfmeter. Daniel Franziskus verwandelte sicher zum 1:1. „Dieser Elfmeter war ein Geschenk vom Schiedsrichter“, ärgerte sich BSV-Trainer Ehlers: „Selbst Thorsten hat mir später bestätigt, dass der Schiri auf ihn reingefallen ist.“

Der Ausgleich nagte an den Rehdener Nerven, die Gäste verloren den Faden, Oldenburg kam nun stärker auf – und in der 37. Minute sogar zum 2:1: Moritz Waldow setzte sich über die rechte Seite durch, seine scharfe Hereingabe erreichte Tönnies, der Mandic keine Chance ließ. „Da haben wir geschlafen“, räumte Ehlers ein.

Noch aber hatte Rehden genug Zeit, um den Schaden zu reparieren. Der Trainer stellte etwas um, brachte Maciej Zieba für Corvin Behrens für die rechte Außenposition – und hatte damit ein glückliches Händchen. Denn nach einem tollen Solo von Moses Lamidi über rechts passte der Spielmacher in den Rücken der Abwehr, wo Zieba lauerte und den Ball eiskalt zum 2:2 versenkte. „Ich freue mich sehr für Maciej, dass ihm dieses Tor gelungen ist“, meinte Coach Ehlers. Auch für den Neuzugang von Alemannia Aachen war es ein „gutes Gefühl, getroffen zu haben“. Er sagte aber auch: „Wir haben die Gegentore aus dem Nichts bekommen. Normalerweise müssen wir hier die drei Punkte mitnehmen.“ Auf der anderen Seite klärte BSV-Torwart Mandic kurz vor der Franziskus-Verletzung dreimal. „Da hat uns die Geilheit auf das Tor gefehlt“, monierte Oldenburgs VfB-Coach Hirsch.

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