Tor und Vorlage beim Sieg über Norderstedt

Moses Lamidi führt Rehden aus der Mini-Krise – 2:0

Moses Lamidi (links) auf dem Weg zum 2:0: Hier lässt Rehdens Zehner Norderstedts Rechtsverteidiger Rene Josic hinter sich und schießt von der Strafraumgrenze ins Tor. Zuvor hatte er das 1:0 durch Hugo Magouhi vorbereitet. - Foto: Krüger

Rehden - Von Cord Krüger. Was für eine Wiederauferstehung! Nach zuvor drei herben Niederlagen mit zwölf Gegentoren legte der BSV Rehden am Samstag gegen Eintracht Norderstedt einen blitzsauberen 2:0 (2:0)-Erfolg hin, holte den ersten Sieg im fünften Regionalliga-Spiel der Saison und zeigte dabei das, was in den ersten zwei Pokalrunden so imponierte: Effizienz vor dem Tor, Konditionsstärke und Abgeklärtheit in hektischen Szenen.

„Das war wichtig“, atmete Mittelfeldmann Gazia Siala tief durch: „Und mindestens ebenso wichtig wie diese drei Punkte war die Tatsache, dass wir endlich wieder zu null gespielt haben.“ Kai Bastian Evers, der mit Siala die Doppel-Sechs vor der Abwehr gebildet hatte, war ebenfalls „riesig erleichtert: In den letzten Spielen standen wir hinten viel zu offen. Das war heute der richtige Schritt.“

Er und seine Kollegen hatten kurz zuvor im Spielerkreis ein dickes Lob von ihrem Trainer Stephan Ehlers eingeheimst: „Die Art und Weise, wie die Jungs dem Druck standgehalten und bei diesen hohen Temperaturen gefightet haben, hat mir gefallen“, freute sich der A-Lizenz-Inhaber: „Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir fast nichts zugelassen.“

Stimmt. Fast nichts. Nach elf Minuten leistete sich Kevin Schöneberg, nach seiner Verpflichtung vor zehn Tagen schon in seinem zweiten Einsatz in der Innenverteidigung, einen Fehlpass auf Yayar Kunath, der leitete weiter auf Rene Josic, doch Schöneberg selbst kratzte dessen Schuss von der Linie.

Bis dahin hatte Norderstedts Trainer Thomas Seeliger an seiner Mannschaft nichts zu meckern. „Wir haben zu Beginn eine gewisse Kompaktheit an den Tag gelegt, hatten viel Ballbesitz und viele Ballkontakte. Doch dann ist genau das geschehen, was wir nicht wollten: Wir wurden zweimal eiskalt ausgekontert.“

Das erste Mal in Minute 13, als Moses Lamidi im Mittelfeld stark den Ball eroberte, über rechts durchsprintete, Innenverteidiger Marin Mandic abhängte und den im Zentrum freien Hugo Magouhi mustergültig bediente. Der drehte sich kurz und traf zum 1:0. Die Gäste antworteten mit einem feinen Freistoß von David Karg, den Felix Drinkuth nur knapp verpasste (17.), ehe der von Seeliger beschriebene zweite Konter folgte. Diesmal zog Lamidi von links ins Zentrum, ließ Josic stehen und ballerte die Kugel in den linken Knick zum 2:0 (19.)! Lamidi krönte damit vorzeitig seine starke Vorstellung als Vertreter von Zehner Kevin Artmann, der wegen seiner Schulterblessur wohl noch eine Woche ausfällt. „Wenn man so früh bei diesem Wetter mit 0:2 hinten liegt, ist das nicht sehr hilfreich“, knurrte Seeliger.

Und wenn BSV-Torwart Milos Mandic dann noch so stark reagiert wie kurz nach dem 2:0 gegen Haris Kevac (20.), können die Nerven schon mal blank liegen. Etwa bei Deran Toksöz, der in Minute 35 Magouhi von hinten in die Gräten fuhr. Nach einer längeren Behandlung konnte der BSV-Stürmer jedoch weitermachen, Offensiv-Kollege Narciso Lubaca hatte da allerdings schon Feierabend – wenn auch ohne Fremdeinwirkung. „Bei einem Sprint habe ich ein leichtes Ziehen im Oberschenkel gespürt, beim nächsten wurde es schlimmer, also wollte ich nichts mehr riskieren“, umriss der 27-jährige Rechtsaußen seine Oberschenkelzerrung: „Das ist ärgerlich, weil ich jetzt gerade richtig gut in Form war. Aber vielleicht kann ich am Mittwochabend in Havelse schon wieder dabei sein“, hoffte Lubaca mit Blick auf das Niedersachsenpokal-Viertelfinale beim TSV.

Dorthin, versprach Ehlers, „fahren wir jetzt mit ganz breiter Brust“. Denn ihm gefiel nicht nur die erste Hälfte, „in der wir phasenweise richtig guten Fußball gespielt haben“, sondern auch die zweite – „selbst wenn wir da teils ziemlich in Bedrängnis geraten sind.“ Kollege Seeliger hatte nun nämlich auf ein 3-5-2-System umgestellt und Torjäger Jan Lüneburg eingewechselt. „Doch unsere Entlastungangriffe sahen gut aus, den einen oder anderen hätten wir aber natürlich nutzen müssen“, trauerte Ehlers Gelegenheiten wie der des eingewechselten Ramiz Pasiov (73.) hinterher. Weil die Schwarz-Weißen hinten hingegen nichts mehr zuließen, reichte es für Rehdens ersten Saisonsieg.

Mehr zum Thema:

Auto mit vier Insassen stürzt in Elbe: ein Toter

Auto mit vier Insassen stürzt in Elbe: ein Toter

Auto mit vier Insassen stürzt in Elbe: ein Toter

Auto mit vier Insassen stürzt in Elbe: ein Toter

Hannover festigt Rang drei - St. Pauli holt Punkt

Hannover festigt Rang drei - St. Pauli holt Punkt

Weihnachtsmarkt in Diepholz

Weihnachtsmarkt in Diepholz

Meistgelesene Artikel

Lichtblick im Rehdener Nebel - 2:0 gegen Drochtersen

Lichtblick im Rehdener Nebel - 2:0 gegen Drochtersen

Rehdens lädierte Doppelsechs steht bereit für Drochtersen

Rehdens lädierte Doppelsechs steht bereit für Drochtersen

Bingöl: Tempo, Auge und voller Einsatz

Bingöl: Tempo, Auge und voller Einsatz

Kommentare