Debütant erzielt beim 2:0-Sieg beide Treffer für die Bundesliga-Reserve

HSV-Juwel Jatta schockt Rehden

Rehdens Rechtsverteidiger Viktor Pekrul (links) hatte gestern Abend im Heimspiel gegen den Hamburger SV II alle Hände voll zu tun. - Foto: Flügge

Rehden - Von Arne Flügge. Herber Rückschlag auf der einen, ein perfektes Debüt auf der anderen Seite – unterschiedlicher hätte die Szenerie gestern Abend in den Waldsportstätten nicht sein können. Während Fußball-Regionalligist BSV Rehden nach zuletzt aufsteigender Tendenz gegen den Hamburger SV II eine bittere 0:2 (0:1)-Heimpleite einstecken musste, erzielte HSV-Supertalent Bakery Jatta beide Tore im ersten Spiel für seinen Club.

„Obwohl wir wenig zugelassen haben, fanden wir in der ersten Halbzeit überhaupt nicht ins Spiel. Das hatten wir uns ganz anders vorgestellt“, haderte Rehdens Trainer Stephan Ehlers: „Das ist mir völlig unerklärlich.“

Die Gäste machten von Beginn an Druck und legten ein hohes Tempo an den Tag. Zwar hielten die Rehdener gut dagegen, doch sie reagierten mehr, anstatt selbst zu agieren. Einzig ein Schuss von Corvin Behrens, der ans Außennetz ging, sorgte einmal für Gefahr vor dem Hamburger Tor (24.).

Auf der anderen Seite hatte Rechtsverteidiger Viktor Pekrul das Hamburger Offensiv-Juwel Jatta lange Zeit gut im Griff. Bis, ja bis dem Rehdener Vizekapitän in der 35. Minute ein folgenschwerer Fehler unterlief: Nach einem Pass durch die Halbposition ließ Pekrul seinen Gegenspieler entwischen, der ging über links auf und davon und ließ BSV-Keeper Milos Mandic mit einem platzierten Schuss ins lange Eck keine Chance – 1:0. „Wir haben ihn einfach weglaufen lassen. So etwas darf nicht passieren“, ärgerte sich Ehlers: „Und dann zeigt sich natürlich die Qualität so eines Spielers. Nicht umsonst wird über den Burschen so viel geschrieben.“

Rehden musste nun wieder einmal einem Rückstand hinterherlaufen. Und die Gastgeber kamen mit viel Schwung und einer ganz anderen Körpersprache aus der Kabine. Zwangsläufig ergaben sich nun auch einige Möglichkeiten, aber Behrens (48.) zielte knapp vorbei, und auch ein Schuss von Kai Bastian Evers (49.) fand nicht sein Ziel. Die Hausherren blieben nun dran, machten weiter Druck, drängten auf den Ausgleich. 

Doch in letzter Konsequenz erarbeitete sich der BSV Rehden gegen auch gut verteidigende Hamburger zu wenig richtig klare Möglichkeiten. „Wir haben in der zweiten Halbzeit sehr engagiert gespielt und hätten in der Phase nach dem Wechsel auch ein Tor verdient gehabt“, meinte Rehdens Trainer Ehlers, der in der 62. Minute den langen Stürmer Ramiz Pasiov für den gelb-rot-gefährdeten Hugo Magouhi brachte, um die Bälle in die Spitze zu verlängern oder abtropfen zu lassen. Immer wieder versuchten die Gastgeber, sich gegen die vielbeinige Defensive der Hamburger durchzusetzen, spielten die Angriffe aber nicht klar genug zuende.

Und der Hamburger SV II? Die Gäste kamen nur noch sporadisch vor das Rehdener Tor – und sie hatten ja noch ihren Bakery Jatta: Nach einem kurz ausgeführten Eckball brachte Gillian Jurcher den Ball in den Strafraum, der 18-jährige Gambia-Flüchting stand in der Mitte ziemlich blank und köpfte den Ball zum 2:0 für die HSV-Reserve in die Maschen (72.). „Wir machen uns selbst fertig“, ächzte Rehdens Teammanager Peter Schöne auf der Tribüne. Und ergänzte: „Wir müssen jetzt langsam wach werden und Punkte holen, sonst hängen wir ganz schnell hinten dran.“

Auch Trainer Ehlers will nun im nächsten Spiel in Eichede eine Reaktion sehen: „Alle sind jetzt in der Pflicht. Wir müssen uns die verlorenen Punkte jetzt zurückholen.“

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