BSV Rehden will in Braunschweig Riesenschritt in Richtung Klassenerhalt machen

Ein guter Tag für Helden

Auf Matthias Tietz (re.) kommt morgen im defensiven Mittelfeld eine besondere Rolle zu. Entweder in der Doppelsechs oder als einziger Sechser. - Foto: Flügge

Rehden - Von Arne Flügge. Der daramtische Abstiegskampf in der Fußball-Regionalliga biegt auf die Zielgerade ein – und der BSV Rehden ist mittendrin. Zwei Spieltage vor Schluss sind gleich acht (!) Mannschaften noch nicht gerettet. „Die Liga spielt verrückt, sie ist unberechenbar“, sagt Rehdens Trainer Fabian Gerber vor dem Auswärtsspiel seiner Mannschaft morgen (14.00 Uhr) bei Eintracht Braunschweig II.

Die Situation der Liga
Drei Mannschaften steigen definitiv ab. Den TSV Schilksee und den BV Cloppenburg hat es bereits erwischt. Auf dem dritten Abstiegsplatz 16 liegt derzeit der Goslarer SC mit 36 Punkten. Die Liste der noch nicht gesicherten Teams führt Hannover 96 II als Neunter (ein Spiel Rückstand) mit 41 Punkten an, gefolgt vom Hamburger SV (40), Borussia Hildesheim (40/ein Spiel weniger) und dem BSV Rehden als Zwölftem (39). Platz 13 belegt der VfB Lübeck (38/ein Spiel weniger), dahinter sind der Lüneburger SK Hansa (37) und der FC St. Pauli II (37) platziert.

Gegenüber Goslar hat der BSV Rehden also derzeit nur drei Punkte Vorsprung. „Es ist sehr, sehr eng beisammen“, weiß BSV-Trainer Gerber. Zumal: Sollte Werder Bremen II aus der Dritten Liga absteigen, müsste noch eine vierte Mannschaft aus der Regionalliga runter. Das wäre – Stand heute – der FC St. Pauli II als Tabellen-15.

Die BSV-Ausgangslage

„Wir haben es selbst in der Hand“, gibt sich Gerber kämpferisch: „Und wenn wir in Braunschweig genauso couragiert auftreten wie beim 0:0 gegen Meppen, können wir dort auch erfolgreich sein.“ Ein Sieg bei den „Löwen“ – und Rehden hätte mit 42 Punkten einen „Riesenschritt“ (Gerber) in Richtung Klassenerhalt getan.

Und mit etwas Glück könnten die Rehdener dann sogar schon morgen den Ligaverbleib perfekt machen: Wenn Goslar (in Drochtersen) und St. Pauli II (bei Hannover 96 II) zeitgleich ihre Spiele verlieren. „Wir müssen uns bewusst sein, dass Braunschweig somit für uns ein ganz, ganz wichtiges Spiel wird. Klar, es wird nicht einfach, denn die haben eine gute Truppe. Aber wir müssen von der ersten bis zur letzten Sekunde Gas geben, alles raushauen, um das Spiel positiv für uns zu gestalten“, sagt Rehdens Trainer.

Schließlich weiß er auch: Wenn es ganz dumm läuft, könnte Rehden vor dem letzten Spieltag auf Rang 15 abrutschen, nur durch das bessere Torverhältnis von Goslar getrennt. Und bei den unerwarteten Ergebnissen in den vergangenen Wochen wäre es fatal, sich auf das Geschehen in anderen Stadien zu verlassen. „Wir können nicht beeinflussen, was dort passiert. Deshalb müssen wir nur auf uns schauen, die ganze Konzentration auf unser Spiel in Braunschweig legen und uns nicht damit beschäftigen, wer wann und wie vielleicht vor dem letzten Spieltag noch in der Verlosung ist. Wir wollen gewinnen und uns das Zittern ersparen.“

Die Personallage

Personell sieht es beim BSV Rehden vor dem Spiel morgen in Braunschweig alles andere als rosig aus. Zu den ohnehin fehlenden Danny Arend und Milos Mandic könnte sich auch Kevin Artmann gesellen. Beim Kapitän sind gegen Meppen die muskulären Probleme wieder aufgebrochen.

„Kevin hangelt sich schon seit Wochen von Spiel zu Spiel, weil wir ihn als Leader brauchen. Wir müssen abwarten, ob es geht“, sagt Coach Gerber. Offensivmann Andor Bolyki laboriert an einer Bänderverletzung, Ramiz Pasiov ist nach seinem Bänderriss noch nicht vollständig fit. Zudem sind Marcel Stutter (zehnte Gelbe Karte) und Jeff Gyasi (fünfte Gelbe Karte) gesperrt. Damit bricht Rehden die komplette Doppelsechs weg. Gerber süffisant: „Wer laufen kann, der spielt. Wir werden etwas basteln und eine gute Truppe aufs Feld schicken.“

Taktik und Moral

Durch den Ausfall von Stutter und Gyasi wird sich BSV-Trainer Gerber im defensiven Mittelfeld etwas einfallen lassen müssen. Ob er beim 4-2-3-1-System bleibt oder auf 4-1-4-1 mit Matthias Tietz als eizigem Sechser umschwenkt, „darauf möchte ich mich noch nicht festlegen“, sagte Gerber gestern und verwies auf die noch anstehende Videoanalyse des Gegners.

Trotz der personellen Sorgen sei die Moral in der Mannschaft absolut intakt. „Natürlich ist die Situation nicht optimal“, sagt Gerber, „aber sie kann auch einen positiven Effekt auslösen.“ Ein Trotzgefühl im Team. „Ich setze darauf, dass sich die Mannschaft jetzt noch enger zusammenschweißt, dass die, die jetzt spielen, zeigen, dass auf sie Verlass ist. Ich hoffe, dass eine positive Energie im Spiel entfacht wird. Ich habe immer gesagt, alle Spieler sind wichtig. Jetzt haben die Jungs die Möglichkeit, das zu zeigen“, hofft Gerber, dass seine Spieler aus der Not eine Tugend machen – und in Braunschweig gewinnen. Der Zeitpunkt für Rehdener Helden könnte jedenfalls nicht besser gewählt sein.

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