Wolfsburger erzielt beim 4:1 drei Tore / BSV-Coach Ehlers: „Das ist schon happig“

Reichwein Rehdens Albtraum

Eingesprungene Ballannahme von Hugo Magouhi (vorn), dem einzigen Torschützen des BSV Rehden. - Foto: Flügge

Wolfsburg - Von Arne Flügge. Stephan Ehlers war frustriert. „Das ist ernüchternd“, seufzte der Trainer von Fußball-Regionalligist BSV Rehden nach der 1:4 (1:2)-Pleite seiner Mannschaft am Samstag beim VfL Wolfsburg II. Klar, die Gastgeber gehören mit zu den Meisterschaftsfavoriten. Aber gleich vier Gegentore? „Das ist schon ganz schön happig“, räumte der Coach ein.

Die beiden anstrengenden NFV-Pokalspiele gegen Oldenburg (1:0) und Meppen (3:1) sowie der Saisonauftakt in Drochtersen (1:1) innerhalb von zehn Tagen hatten einerseits eine gewisse Euphorie bei den Rehdenern geweckt. Andererseits „haben diese Spiele auch viele Körner gekostet. Das hat man heute gesehen“, analysierte Ehlers: „Uns hat oftmals die Konzentration gefehlt.“

Vor allem in der Defensivarbeit offenbarten die Gäste Schwächen. Und der junge Patrick-Emmanuel Papachristodoulou, der den verletzten Viktor Pekrul auf der Rechtsverteidigerposition vertrat, konnte einem fast schon leid tun (siehe Extra-Text). So fiel über seine Seite in der 25. Minute das 1:0 der „Wölfe“, als sich der starke Robert Herrmann durchsetzte und Marcel Reichwein am langen Pfosten einköpfte. Doch der BSV Rehden schüttelte das gleich gut ab. Nur 60 Sekungen später der Ausgleich. Nach starker Rechtsflanke von Papachristodoulou wuchtete Stürmer Hugo Magouhi den Ball per Kopf in die Maschen.

Der BSV Rehden hatte jetzt seine beste Phase, bot den Wolfsburgern die Stirn und war ein ebenbürtiger Gegner. Wenn, ja wenn da nicht Wolfsburgs starkes Offensivduo gewesen wäre, das erneut zuschlug: Wieder kam Herrmann über links, BSV-Linksverteidiger Kresimir Matovina verschätze sich bei der Flanke, und am langen Pfosten hämmerte Reichwein den Ball zum 2:1 (40.) ins Tor. Die gleiche Machart wie beim ersten Treffer. So einfach kann Toreschießen sein. Hatte der BSV Rehden erneut eine schnelle Antwort? Fast, doch Matovina zielte aus halblinker Position knapp drüber (45.). „Mit der ersten Halbzeit kann ich noch zufrieden sein. Wir sind immer wieder zurückgekommen“, sagte BSV-Coach Ehlers.

Als dann aber Justin Möbius bereits in der 51. Minute auf 3:1 für die „Wölfe“ stellte, wobei die Deckung der Gäste erneut nicht gut aussah, war die Partie gelaufen. Beim BSV Rehden gingen nun die Köpfe runter, es häuften sich Fehlpässe, die Zweikämpfe gingen verloren, das Tempo verflachte. „Wir haben die letzten Tage immer am Limit gespielt und fast immer mit den gleichen Jungs. Wenn dann die Frische fehlt, passieren Fehler. Und die werden von einer Mannschaft wie Wolfsburg eiskalt bestraft“, meinte Ehlers. Wie in der 67. Minute, als Herrmann/Reichwein zum dritten Streich ansetzten: Flanke Herrmann auf Reichwein – Tor (4:1). „Mit dem 2:1 zur Pause war mir klar, dass wir in der zweiten Halbzeit mehr Raum bekommen. Unser Ziel in der zweiten Halbzeit war, uns nicht einschläfern zu lassen und ein Tor nachzulegen“, erklärte Wolfsburgs Trainer Valerien Ismael: „Wir wollten immer wieder Druck nach vorne machen, und das ist uns gelungen.“

Und wenn BSV-Keeper Milos Mandic in der Schlussphase nicht noch dreimal gegen Hassan El Saleh (79.), Oskar Zawada (80.) und nach einem Freistoß von Sebastian Wimmer (90.) glänzend pariert hätte – hat Ergebnis wäre für den BSV Rehden noch happiger ausgefallen.

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