Rehdens neuer Trainer Stephan Ehlers spricht über sein Engagament und seine Philosophie

„Fleiß, Bescheidenheit, Wille“

Stephan Ehlers liebt den offensiven Fußball und ist froh, dass ihm Rehden den Regionalliga-Einstieg im Herrenbereich ermöglicht.

Rehden - Von Arne Flügge. Jetzt ist es amtlich: Stephan Ehlers wird neuer Trainer von Fußball-Regionalligist BSV Rehden. „Wir haben alles unter Dach und Fach gebracht“, bestätigte Vereinsboss Friedrich Schilling gestern. Ehlers, seit Jahren auf ganz hohem Niveau Jugendtrainer beim JFV Nordwest, steht derzeit noch mit den A-Junioren kurz vor der Aufstiegs-Relegation zur Bundesliga. Im Interview spricht der 45-jährige A-Lizenzinhaber über seine Philosophie, seine Vorfreude auf den BSV Rehden sowie drei ganz besondere Merkmale, die ein Spieler haben muss.

Herr Ehlers, Sie übernehmen zum ersten Mal eine Mannschaft im Herrenbereich. Eine große Herausforderung?

Stephan Ehlers: Ja, in jedem Fall. Und ich freue mich riesig darauf. Ich bin dem BSV Rehden dankbar, dass er mir das Vertrauen schenkt und mir die Möglichkeit gibt, auf diesem Niveau im Herrenbereich einzusteigen. Da ich ja schon Interimstrainer beim VfB Oldenburg war, ist mir das aber nicht gänzlich fremd. Klar, ich arbeite jetzt mit älteren Spielern zusammen. Aber der Unterschied im Fußball in der A-Jugend-Regionalliga und bei den Herren ist von der taktischen Prägung und der Gegner-Analyse her nicht sehr groß.

Friedrich Schilling setzt ab der kommenden Saison auf ein neues Konzept. Mehr Spieler aus der norddeutschen Region anstatt Spieler aus aller Herren Länder. Gehen Sie damit konform?

Ehlers: Ich trage das zu 100 Prozent mit, und Herr Schilling hat damit bei mir offene Türen eingerannt. Durch meine Arbeit im Jugendbereich weiß ich, dass es viele junge und hochtalentierte Spieler gibt, denen man durchaus das Vertrauen schenken sollte. Sie müssen nicht perfekt sein, vor allem aber entwicklungsfähig. Und es wäre wünschenswert, dann über einen längeren Zeitraum mit ihnen zu arbeiten.

Nur ganz ohne gestandene Spieler geht es auch nicht.

Ehlers: Das ist richtig. Wir müssen eine gesunde Mischung finden, damit die gestandenen Spieler die jungen auch anlernen können. Und daher müssen wir jetzt erst den Spielern aus dem Kader, mit denen wir weitermachen wollen, das Wort gönnen.

Was muss ein Spieler Ihrer Meinung nach mitbringen?

Ehlers: Drei Dinge sind mir ganz wichtig: Fleiß, Bescheidenheit und Wille. Erkenne ich das, habe ich kein Problem damit, einen Spieler zu verpflichten.

Welche Philosophie verfolgen Sie?

Ehlers: Ich mag es offensiv. Ziel muss immer ein Torerfolg sein. Daher werde ich schon versuchen, nach vorn spielen zu lassen. Wichtig ist mir dabei aber, dass die Spieler gleich eine Defensivstrategie im Kopf haben. Denn Ballverluste im Aufbauspiel kann es immer geben. Und dann müssen die Jungs den Willen haben, sofort umzuschalten, immer gleich bereit zu sein, sich den Ball zurückzuerobern. Ich weiß aber auch: Die Defensive gewinnt Titel, die Offensive Spiele. Darum müssen wir auch hier eine gesunde Mischung finden.

Heißt das, ihnen schwebt ein geordnetes 4-4-2-System vor?

Ehlers: Wir müssen erst abwarten, was der Kader am Ende hergibt. Aber klar wollen wir schönen Offensivfußball spielen. Das kann dann auch mit zwei Stürmern sein. Festlegen möchte ich mich darauf aber noch nicht.

Das klingt nach Spektakel.

Ehlers: Spektakel würde ich es nicht nennen. Wir wollen uns nicht verstecken, aber auch nicht Harakiri spielen. Ich erwarte von den Spielern, im richtigen Moment die richtige Entscheidung zu treffen, und dass sie über ein kontrolliertes Aufbauspiel dann im richtigen Augenblick den Moment für eine Chance erkennen.

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