Starke Doppel-Sechs, gute Abwehr

Die Defensive hält wieder dicht

Kai Bastian Evers (links, hier mit Torschütze Hugo Magouhi), sieht Rehden auf dem Weg zurück zu alter Stärke. - Foto: Krüger

Rehden - Gazi Siala lächelte. Der Defensiv-Allrounder des BSV Rehden stapfte nach dem Regionalliga-Heimspiel gegen Eintracht Norderstedt in Richtung Kabine, als ihm jemand von der Haupttribüne ein „Stark gespielt, Gazi!“, entgegen rief. „Danke“, antwortete er, „aber ich weiß nicht, ob das immer schön aussah“, zweifelte der 21-Jährige nach dem 2:0-Sieg.

Doch notfalls auch durch Rausbolzen hatten er und sein Nebenmann Kai Bastian Evers in der Doppel-Sechs großen Anteil daran, dass die Null stand. Die Innenverteidiger Michael Wessel und Kevin Schöneberg komplettierten ein kompaktes Defensivquadrat, das das Zentrum zustellte. Norderstedts Trainer Thomas Seeliger sprach hinterher von „viel zu wenig Durchschlagskraft“ seiner Männer – ein Umstand, der auch der aufmerksamen Arbeit der Platzherren geschuldet war. „Darauf hatten wir im Training unser Haupt-Augenmerk gelegt“, berichtete Rehdens Chefcoach Stephan Ehlers. Während dieser laut Evers „intensiven Defensivarbeit“ in den Einheiten nach der jüngsten Pleite in Lüneburg hatte sich jedoch Jeff Gyasi verletzt. Der zuletzt gesperrte Sechser fiel somit am Samstag wegen Patellasehnen-Problemen aus, so dass Siala ihn erneut im defensiven Mittelfeld vertrat. Für Nebenmann Evers war das „kein Umstellungsproblem: Bei uns kann jeder mit jedem zusammenarbeiten.“ Auch Siala, seit der Rückrunde der abgelaufenen Saison meist als Innenverteidiger aufgestellt, fühlte sich eine Station weiter vorn ganz wohl: „Ich bin ja gelernter Sechser. Aber egal, auf welcher Position: Ich will immer alles für die Mannschaft geben und versuche jedes Mal, 100 Prozent abzurufen.“

Dass sich der 21-Jährige fürs Team zerreißt, ist auch Ehlers nicht entgangen, „und ich wusste, dass ich den Jungen da problemlos reinschmeißen kann“, unterstrich der BSV-Coach. Deshalb stand sein Einsatz auch nicht zur Diskussion. Stattdessen nahm der A-Lizenz-Inhaber an anderen Stellen Umbesetzungen vor. Der bisherige Linksaußen Corvin Behrens musste Maciej Zieba weichen. Auch eine Station hinter ihm gab es eine Veränderung: Serdar Bingöl stand als Linksverteidiger in der Startelf, der zuletzt nicht überzeugende Kresimir Matovina fand sich in der zweiten Mannschaft beim Bezirksliga-Auftritt in Heiligenfelde wieder. „Serdar hat zwar schon früh eine Gelbe Karte bekommen, das hemmt einen Mann auf dieser Position natürlich für den Rest des Spiels. Aber er hat das clever gelöst“, lobte Ehlers.

In dieser Form, meint Evers, „ist es schwer, uns zu schlagen – wenn jeder alles aus sich herausholt. Wir haben enorm viel Qualität. Daran müssen wir jetzt am Mittwochabend beim TSV Havelse anknüpfen“, forderte er mit Blick auf das Niedersachsenpokal-Viertelfinale. - ck

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