Rehden hält die Null gegen Braunschweigs aufgerüstete U 23 – aber vorn zu harmlos

Alles in Ordnung – taktisch

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Fleißig, aber vor dem Tor glücklos: Rehdens Maciej Zieba hängt hier die Braunschweiger Omar Castro (l.) und Mirko Boland ab. 

Rehden - Von Cord Krüger. Zugegeben: Es waren nicht gerade Fußball-Delikatessen, die Björn Wnuck den 400 Zuschauern in den Rehdener Waldsportstätten zu seinem Trainer-Comeback beim BSV Rehden servierte. Doch erstens konnte niemand Wunderdinge von ihm erwarten – nach nur vier Einheiten seit dem Rauswurf von Trainer Stephan Ehlers. Zweitens kam das 0:0 des Regionalligisten gegen eine um immerhin vier Zweitliga-Profis aufgerüstete U 23 von Eintracht Braunschweig zustande. Und so zog Wnuck ein positives Fazit: „Unser erstes Ziel war, taktisch alles zu tun, um zu null zu spielen. Das haben wir geschafft“, freute sich der 32-Jährige.

Seinen Wunsch, in der Abwehr für mehr Stabilität zu sorgen, durfte er als erfüllt betrachten: „Wir haben im Defensivverbund in guter Ordnung gearbeitet – vor allem in der ersten Halbzeit.“ Das lag besonders an seinen zweikampfstarken Innenverteidigern Michael Wessel und Gazi Siala sowie Kai Bastian Evers und Jeff Gyasi in der Doppel-Sechs, die im Mittelfeld viele Bälle gewannen. „In der zweiten Halbzeit“, räumte Wnuck hingegen ein, „wurde es dann etwas wilder“. Daraus resultierte auch Braunschweigs größte Chance – ein von Rechtsverteidiger Serdar Bingöl an Braydon Manu verursachter Foulelfmeter (57.). Doch den hielt Milos Mandic gegen Eros Dacaj „richtig stark – nicht glücklich, sondern gut“, lobte Wessel seinen Torwart.

Ähnlich gut reagierte allerdings Eintracht-Keeper Marcel Engelhardt beim Strafstoß von BSV-Zehner Moses Lamidi, den Florian Neuhold an Corvin Behrens verschuldet hatte. „Wenn beide Seiten einen Elfmeter verschießen, hat so ein Spiel auch keinen Sieger verdient“, brummte Braunschweigs Trainer Henning Bürger: „Wir haben heute zwei Mannschaften gesehen, die im bisherigen Saisonverlauf arge Probleme hatten. Diese Probleme bestehen fort“, mahnte er nach dem Auftritt des Vorletzten beim Drittletzten. Bei seinem Team vermisste Bürger „Esprit und Biss. Damit bin ich nicht einverstanden. Von meinen Jungs muss schließlich niemand zur Arbeit gehen.“

Nach gut einer halben Stunde schickte Lamidi Hugo Magouhi

Anders als Rehdens nebenher malochende Fußballer, die mehr Leidenschaft auf den Platz brachten und bessere Chancen kreierten. Einen gefährlichen Freistoß von Corvin Behrens – unter Wnuck plötzlich wieder von Beginn an als Rechtsaußen dabei – klärte Braunschweigs Gunnar Niemann gerade so per Kopf knapp über das Tor (20.). Nach gut einer halben Stunde schickte Lamidi Hugo Magouhi, der nun endlich mal dem aufmerksamen Ex-Profi Deniz Dogan entwischte – doch Engelhardt rettete per Fußabwehr (33.). „Vor der Pause haben wir hinten eigentlich nichts zugelassen“, urteilte Wessel, „aber vorn die Dinger mal wieder nicht reingemacht.“ Von Vorwürfen an seine Offensivkräfte, denen bis zum Strafraum einiges gelang, die dann aber zu selten den Abschuss suchten, allerdings keine Spur: „Bei dieser Tabellensituation ist es nicht immer ganz leicht, ins Risiko zu gehen“, erinnerte Wessel.

Immerhin Viktor Pekrul fasste sich kurz nach Wiederanpfiff bei einer feinen Linkshereingabe von Maciej Zieba ein Herz, doch der Rechtsverteidiger drosch knapp über den Kasten (49.). Anschließend blieben bis zu den beiden Strafstößen die Riesen-Gelegenheiten aus. „Und als wir unseren Elfmeter verschossen hatten, ahnte ich, dass wir heute kein Tor mehr machen würden“, verriet Wnuck. So blieb es beim 0:0, weil Mandic noch klasse bei einem Alleingang von Dacaj reagierte (82.). Und weil Engelhardt per Flugeinlage bei einem Lamidi-Kracher (87.) zeigte, warum er ins Zweitliga-Team aufrücken durfte.

Trotz dieses knapp verpassten Lucky Punches war Wnuck hinterher zufrieden. „Alles in Ordnung“, meinte er. In puncto taktischer Ordnung stimmt das.

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