Rehden gegen Flensburg unter Wnuck bisher unbesiegt / Pekrul und Bingöl verletzt

Mit Abwehr-Sorgen und einem Glücksbringer an die Förde

Rehdens Viktor Pekrul (links) würde gern am Sonntag in Flensburg auflaufen – doch sein Trainer Björn Wnuck isst skeptisch, ob der Rechtsverteidiger seine Knieblessur bis dahin auskuriert hat. - Foto: Krüger

Rehden - Noch nie in seiner Vereinsgeschichte hat der ETSV Weiche Flensburg gegen Björn Wnuck gewonnen – wenn das kein gutes Omen für die Schwarz-Weißen ist! „Ich habe an Flensburg nur gute Erinnerungen“, gesteht Rehdens Interimstrainer Wnuck schmunzelnd. Na gut, es waren „nur“ zwei Duelle zwischen dem BSV und ETSV, während Wnucks erster Amtszeit als Coach des Regionalligisten. Doch dabei sprangen im November 2013 ein 2:0-Sieg in Flensburg-Weiche und im Frühjahr 2014 ein 1:1 vor eigener Kulisse heraus. Morgen begleitet Wnuck den BSV zur längsten Dienstfahrt der Saison. Nach dem Abschlusstraining startet der Bus am Samstagnachmittag, damit am Sonntag alle ausgeschlafen in die um 14 Uhr beginnende Partie beim Tabellenvierten gehen.

„Anreise am Vortag, Hotel – das ist ein ziemlicher Aufwand – aber für uns bedeutet das eine professionelle Vorbereitung“, erklärt Wnuck: „Wir haben zu Hause ein vernünftiges Abschlusstraining, können uns auf dem weiten Weg intensiv auf den Gegner einstellen und einschwören, morgens alle gemeinsam frühstücken und dann ohne lange Busfahrt in den Knochen spielen.“

Dies allerdings wahrscheinlich in einer zwangsläufig umgebauten Viererkette. Innenverteidiger Kevin Schöneberg brummt das zweite Spiel seiner drei Partien umfassenden Rotsperre ab, so dass Gazi Siala wie am Samstag gegen Braunschweig II im Abwehrzentrum spielen dürfte. Rechtsverteidiger Viktor Pekrul zog sich beim 0:0 gegen die Zweitliga-Reserve eine Innenbanddehnung zu. „Zum Glück ist es kein Riss“, weiß Wnuck seit dem MRT vom Montag: „Aber das Knie ist stark angeschwollen. Ich weiß, dass ,Vicky’ wie Feuer darauf brennt, am Sonntag mitzuspielen – dafür lässt er sich pausenlos behandeln und macht Stabilitätsübungen. Aber es sieht schlecht aus.“

Auch auf der linken Abwehrseite bahnt sich eine Umbesetzung an, weil Serdar Bingöl gegen Braunschweig mit einer Zerrung im rechten Oberschenkel vom Platz musste. „Da gab es auch eine leichte Einblutung, die jetzt auf den Muskel drückt“, schildert der Interimscoach. Somit dürfte Kresimir Matovina wieder von Beginn an als Linksverteidiger auflaufen, und für Pekrul käme Patrick Papachristodoulou in Betracht. Schon in der Schlussphase gegen Braunschweig war er für den Vizekapitän in die Partie gekommen. „,Papa’ ist extrem engagiert, er braucht aber für die nötige Sicherheit erstmal eine oder zwei sichere Aktionen, wenn er ins Spiel kommt. Und er muss beachten, wie sich die Gegner bewegen, um dann richtig einzurücken“, urteilt der 32-Jährige über den Youngster. Insgesamt erhofft er von seiner Mannschaft, „dass wir gegen Flensburg hinten so sicher stehen wie gegen Braunschweig, vorn unsere Chancen aber besser nutzten – denn Möglichkeiten in Hülle und Fülle werden wir gegen dieses kompakte Kollektiv nicht bekommen.“

Effizienz wäre gegen die extrem routinierte Flensburger Mannschaft mit einer seit Jahren geringen Fluktuation wichtig. „Am Flensburger Beispiel kann man sehen, was sich mit Konstanz erreichen lässt“, lobt er die Mannschaft von Daniel Jurgeleit, immerhin seit sechs Jahren Chefcoach beim ETSV. „Er schafft es immer wieder, gute Leute zu holen“, warnt er vor dem schon zehnfachen Torschützen Rene Guder, der auf Leihbasis von Drittligist Holstein Kiel kam. Ebenso zählen die Abwehr-Neuzugänge Jannis Pläschke (VfL Wolfsburg II) und Angelos Argyris (zuletzt Werder II) zu jenen „guten, mannschaftsdienlichen Spielern in einer ausgeglichenen Truppe“.

Wichtig wäre bei so viel Qualität ein Leader wie Kevin Artmann, der zuletzt zwei Spiele wegen einer Wadenverletzung verpasst hatte. Immerhin konnte der Mittelfeldlenker unter der Woche wieder mittrainieren. Die Chancen stehen nicht schlecht, „aber wir müssen mit Prognosen vorsichtig sein“, meint Wnuck. - ck

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