Rehden wirft Meppen aus dem Pokal

3:1! Magouhi schockt Meppen

Moses Lamidi (am Ball) wirbelte Meppens Hintermannschaft mächtig durch und besorgte auch den 3:1-Endstand. - Foto: Krüger

Rehden - Von Cord Krüger. Der Nächste, bitte! Nach der eindrucksvollen Teamleistung, mit der der BSV Rehden gestern Abend ein 3:1 (2:1) über den SV Meppen im Achtelfinale des Niedersachsenpokals erzwang, kommt es nun im Viertelfinale zum Duell mit einem weiteren Regionalligisten – beim TSV Havelse mit Ex-BSV-Coach Andreas Kiene. „Wenn wir dort auch noch erfolgreich sein sollten, hätten wir sicherlich auch das Finale verdient“, sprudelte es aus Rehdens glücklichem Trainer Trainer Stephan Ehlers heraus: „Heute ist aber wichtig, dass wir eine ganz starke Energieleistung auf den Platz gebracht haben. Mit diesem Auftreten sind wir auch am Samstag im Ligaspiel beim VfL Wolfsburg II nicht chancenlos.“

Wohl wahr. Doch zunächst sah es enger aus für die Platzherren. Nach einer Serie von drei brandgefährlichen Ecken durch Viktor Pekrul (alle von Meppen mühsam geklärt/4.) führte die erste schöne Kombination zur ersten dicken Chance der Gäste – eingeleitet von Janik Jesgarzewski über rechts, durchgesteckt von Martin Wagner auf Benjamin Girth – doch der verzog freistehend knapp (9.). Fünf Minuten später zwang Patrick Posipal BSV-Torwart Milos Mandic zur Parade auf der Linie (15.) – die erste halbe Stunde ging an die Emsländer. Und nach einem schnellen Konter durften sie jubeln: Kresimir Matovina trennte Martin Wagner vom Ball, Schiedsrichter Axel Martin zögerte, entschied dann aber auf Elfmeter – und Thilo Leugers verwandelte zum 0:1 (25.). Bitter für Mandic: Er war mit der linken Hand noch an der Kugel.

Doch wie am Freitag beim Rückstand in Drochtersen antwortete Rehden schnell: Viktor Pekrul zirkelte einen Freistoß von halblinks aus 17 Metern genau in den Knick zum 1:1 (30.)! Der Rechtsverteidiger rannte jubelnd über den halben Platz. Freude pur. Wenig später war es für „Vicky“ aber vorbei: Der 33-Jährige blieb im Mittelfeld mit einem Muskelfaserriss hocken, Mannschaftsarzt Dr. Andreas Schlüsche und Kapitän Kevin Artmann stützten ihn vom Platz. „Ich hoffe, es ist nicht so schlimm, morgen muss ich zum Doc, aber das Ziehen fühlte sich schon wie ein leichter Riss an“, schilderte Pekrul. Für ihn kam der erst 18-jährige Patrick Papachristodoulou zu seinem Pflichtspiel-Debüt. Auf seiner rechten Abwehrseite passierte bis zur Pause nicht mehr viel – mit Ausnahme der Wahnsinns-Aktion seines Kollegen Hugo Magouhi: Der Stürmer eroberte in Höhe der Mittellinie den Ball, sprintete damit vorbei an drei Meppenern bis zur Grundlinie durch, ließ zwei weitere Gegner einschließlich Keeper Benjamin Gommert aussteigen und schoss zum 2:1 ins kurze Eck (45.)! „Wer das auf der Kamera hatte, dürfte das Tor des Monats eingefangen haben“, urteilte Ehlers.

Die Führung traf die Gäste hart. Nach der Pause brachten sie vor knapp 640 Zuschauern nämlich nicht mehr viel zustande. Das lag auch an Papachristodoulou, der auf der rechten Seite mächtig ausputzte, sieben Angriffe fair und einen recht rustikal unterband – mit einem Foul an Wagner direkt vor der Gästebank, was SVM-Trainer Christian Neidhart ziemlich auf die Zinne trieb. Ebenso missfiel ihm, dass durch Rehdens kompaktes Zentrum kaum etwas für seine Männer ging. Die bärenstarken Innenverteidiger Michael Wessel und Gazi Siala entnervten den letztjährigen Regionalliga-Fünften. Einen dieser vergeblichen Versuche durchs Zentrum unterband Jeff Gyasi stark, trug den eroberten Ball durchs Mittelfeld, bediente Lamidi – und der schob von dort überlegt ins lange Eck zum 3:1 ein (67.). Dabei blieb’s, denn Rehden hielt dicht – wenn auch mit einigen taktischen Fouls. „Am Ende war es das erwartet körperbetonte Spiel“, bilanzierte Ehlers. „Aber wir alle sind für den anderen gerannt – das war eine ganz starke Mannschaftsleistung“, strahlte Rehdens Linksaußen Corvin Behrens: „So können wir auf jeden Fall auch in Wolfsburg etwas holen!“

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