009.09.09|Wirtschaft|Wirtschaft|
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Wiesbaden - Den Gang vor den Insolvenzrichter mussten in den ersten sechs Monaten dieses Jahres deutlich mehr Firmenbosse antreten. Das gab das Statistische Bundesamt bekannt.

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Hertie ging erst jetzt insolvent. Das Statistische Bundesamt gab nun die Zahlen der Firmeninsolvenzen aus den ersten sechs Monaten dieses Jahres bekannt.
Wie das Bundesamt mitteilte, zählten die Amtsgerichte im ersten Halbjahr 16.142 Firmenpleiten und damit 14,8 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen lag von Januar bis Juni bei 48.284 und damit 2,6 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die Gesamtzahl der Insolvenzen stieg um 0,9 Prozent auf 78.846. Die Statistiker wiesen allerdings darauf hin, dass die Vergleichszahlen sich nur auf Werte aus 15 Bundesländern bezögen. Denn von Gerichten in Nordhrein-Westfalen seien im ersten Quartal 2008 Fälle aus dem Jahr 2007 nachgemeldet worden.
Die voraussichtlichen offenen Forderungen der Gläubiger beliefen sich nach Angaben des Bundesamts für das erste Halbjahr 2009 nach Angaben der Gerichte auf 24,4 Milliarden Euro gegenüber 14,7 Milliarden Euro im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres. Im Juni 2009 wurden 2.788 Insolvenzen von Unternehmen (plus 15,9 Prozent) und 8.434 Insolvenzen von Verbrauchern (plus 4,1 Prozent) gemeldet. Insgesamt registrierten die Gerichte 13.655 Insolvenzen, das waren 7,0 Prozent mehr als im Juni 2008. Diese Angaben beziehen sich auf Berechnungen einschließlich Nordrhein-Westfalen.
ap
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