029.08.09|Boulevard|2 KommentareFacebook
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Halle - Nach einem Streit mit Regisseur Frank Alva Buecheler blieb Komponist Eric Woolfson, Mitbegründer der Rockgruppe “The Alan Parsons Project“, der Uraufführung Eklat bei der Weltpremiere des Musicals “Edgar Allan Poe“ an der Oper Halle fern.

© dpa
“Alan Parsons“-
Dabei schrieb der 64-
Mehr als 600 geladene Gäste feierten am Freitagabend das Ensemble, riefen mehrfach “Bravo!“, warteten beim Schlussapplaus aber vergeblich auf den Auftritt des Komponisten. Zum 200. Geburtstag des US-
“Sie haben fünf Charaktere hinzugefügt, die es in meinem Buch gar nicht gibt - das hier ist eine verpasste Gelegenheit“, sagte Woolfson. “Manche denken, es ist Kunst. Ich nicht. Ich will Poes Leben ziemlich genau wiedergeben.“ Der Regisseur wollte die Übersetzung des englischen Stückes an die Gewohnheiten des deutschen Publikums anpassen - und verzichtete zum Groll des Komponisten auf geschichtliche Genauigkeit. Flugzeuge oder die Masseneinwanderung in die USA hat Poe nie gesehen. Buecheler habe Woolfson Vorschläge gemacht, “aber uns Künstlern lässt er keine Freiheiten. Es wäre schöner gewesen, wenn die Störfeuer von außen ausgeblieben wären, aber das gehört zu einer Uraufführung dazu.“
Der Streit hinter der Bühne gleicht ein wenig der Hassliebe der Hauptdarsteller auf der Bühne. Poes Freund und Feind, Kritikerpapst Rufus Griswold, verkündet gleich zum Auftakt: “Edgar Allan Poe ist tot.“ Als sein Nachlassverwalter und ärgster Konkurrent glaubt der rachsüchtige Griswold, “nur wenige werden ihn vermissen“, und verspricht, die Erinnerung an den Meister der Schwarzen Romantik auszulöschen. Eine Zeitreise zurück zu Poes Wurzeln beginnt. Ein unterhaltsamer Wechsel zwischen Leben und Tod, Freiheit und Gefangensein im Käfig, Wirklichkeit und Alptraum zieht sich wie ein roter Faden durch das Musical. Ein blutrünstig in der Presse ausgeschlachteter Doppelmord, den ein Orang-
Auch wenn das Ensemble und das Bühnenbild die schaurig-
“Edgar Allan Poe“ klingt stark nach “The Alan Parsons Project“. Die musikalische Handschrift von Woolfson ist unüberhörbar. Sparsam setzt er Cembalo, aggressiv klingt die E-
In nur kurzer Zeit wurde hier die Premiere realisiert, die eigentlich im Admiralspalast in Berlin stattfinden sollte. Dort sei sie aus finanziellen Gründen abgesagt worden, hieß es. Bis Sommer 2010 soll es in Halle 29 weitere Aufführungen geben.
dpa
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30.08.09 meint ein anonymer User
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