München - CSU-Chef Horst Seehofer liegt flach - und das schon seit einiger Zeit. Wegen Krankheit musste der bayerische Ministerpräsident auch seine Teilnahme bei der Münchner Sicherheitskonferenz absagen.

© dpa
Horst Seehofer muss sich bei der Sicherheitskonferenz von Martin Zeil vertreten lassen.
Das festliche Staatsbankett des Ministerpräsidenten bei der Münchner Sicherheitskonferenz findet heuer ohne den Ministerpräsidenten statt: CSU-Chef Horst Seehofer (CSU) hat wegen Krankheit sämtliche Termine für das Wochenende abgesagt, wie ein Sprecher der Staatskanzlei auf Anfrage am Freitag sagte. Als Gastgeber im Kaisersaal der Münchner Residenz springt nun der stellvertretende Ministerpräsident Martin Zeil (FDP) ein. Auch eine eigentlich für Freitagnachmittag geplante Sitzung des Koalitionsausschusses mit der FDP fiel aus.
In Ministeriumskreisen kursierten bereits Gerüchte, das halbe Kabinett liege darnieder. Das stimmte nicht ganz: Neben Seehofer waren am Freitag auch noch Europaministerin Emilia Müller und Justizministerin Beate Merk krank. Die meisten anderen Ressortchefs und -chefinnen dagegen waren gesund. “Dem Minister geht es gut“, sagte eine Sprecherin von Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch.
Wie schlimm es den Ministerpräsidenten tatsächlich erwischt hat, ist unklar. Bekannt ist allerdings, dass Seehofer zu Beginn des Jahres 2002 fünf Wochen wegen einer Herzmuskelentzündung im Krankenhaus lag, drei davon auf der Intensivstation. Es folgten mehrere Monate Reha.
Insofern wäre es nur zu verständlich, wenn Seehofer sein Herz durch eine verschleppte Grippe nciht erneut in Gefahr bringen möchte.
dh/dpa
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