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Veranstalter in Bremen, Hannover und Scheeßel halten Tragödie wie bei der Loveparade für unwahrscheinlich

Loveparade-Tragödie im Nordwesten unwahrscheinlich

431.07.10|Niedersachsen|Niedersachsen|
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Artikel: Loveparade-Tragödie im Nordwesten unwahrscheinlich

Bremen/Hannover - Die Besucher der Loveparade wollten ausgelassen feiern, doch dann starben 21 Menschen bei einer Massenpanik. Auch in Niedersachsen und Bremen stehen in den kommenden Monaten Veranstaltungen auf dem Programm, die tausende Gäste anziehen werden.

© dpa

Bei dem Windjammer-Treffen vom 25. bis 29. August in Bremerhaven müssen Segelfans keine Angst haben, wie bei der Loveparade im Gedränge eingequetscht zu werden. „Das Gelände hat eine ganz andere Struktur. Es ist nach allen Seiten offen, rundherum gibt es Fluchtwege“, sagte Sprecher Wolfgang Heumer .

Nach der Tragödie in Duisburg überprüfen die Organisatoren nun noch einmal ihre Sicherheitskonzepte. Für das Maschseefest in Hannover, die Sail in Bremerhaven und die zentrale Feier zum Tag der Deutschen Einheit in Bremen gaben sie jedoch Entwarnung.

Bei dem Windjammer-Treffen vom 25. bis 29. August in Bremerhaven müssen Segelfans keine Angst haben, wie bei der Loveparade im Gedränge eingequetscht zu werden. „Das Gelände hat eine ganz andere Struktur. Es ist nach allen Seiten offen, rundherum gibt es Fluchtwege“, sagte Sprecher Wolfgang Heumer.

Veranstaltungen im Nordwesten - Trauer in Duisburg

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Die Veranstalter erwarten zu dem fünftägigen Spektakel insgesamt eine Million Besucher. „Es gibt Spitzenzeiten wie das Höhenfeuerwerk am Samstagabend, auf die wir uns besonders vorbereiten“, erläuterte Heumer. Auf dem Gelände seien die ganze Zeit 110 Feuerwehrleute und Sanitäter unterwegs.

Nach dem Unglück bei der Loveparade wollen die Organisatoren erneut die engen Stellen auf Brücken und Schleusen in Augenschein nehmen. In den 24 Jahren seit dem Bestehen der Sail habe es dort aber nie Schwierigkeiten gegeben.

Für das am Mittwoch gestartete Maschseefest in Hannover sieht die Stadt keine Probleme. „Die Menschen haben, wenn etwas passieren sollte, viele Möglichkeiten ins Umfeld auszuweichen“, sagte Sprecher Klaus Helmer. Das Gelände sei nicht umzäunt. Zudem würden auch nicht so viele Menschen wie bei der Loveparade kommen. Nach Angaben der Organisatoren feierten im vergangenen Jahr an 19 Tagen 2,3 Millionen Besucher rund um den See.

Auch in Bremen schließen die Organisatoren der Einheitsfeier eine Situation wie auf der Raver-Party in Duisburg aus. „Wir haben eine ganz andere Art von Großveranstaltung“, sagte Senatssprecher Werner Wick. „Wir erwarten mehrere hunderttausend Besucher, aber nicht alle auf einmal.“

Das dreitägige Bürgerfest sei über die ganze Innenstadt und die Überseestadt verteilt, was die Menschenmassen entzerre. Mit großem Andrang rechnen Wick und seine Kollegen beim Konzert von Nena am 2. Oktober. „Da wird es ein bisschen enger, aber nicht so, dass es Probleme geben wird.“ Das bisher 20 Seiten dicke Sicherheitskonzept werde bis zu den Feierlichkeiten noch genau unter die Lupe genommen - vor allem die Zugänge.

© dpa"Scheeßel ist sehr gut aufgestellt“, sagt Detlev Kaldinski.  Vor den Bühnen würden Barrieren verhindern, dass es zu einem tödlichen Gedränge komme.

Dass Eltern in Zukunft Bauchschmerzen haben werden, wenn ihre Kinder auf Musikfestivals und andere Feste fahren, kann Detlev Kaldinski von der Polizei in Rotenburg verstehen. „Bei Menschenmassen kann es kann immer zu einer Panik kommen.“ Seit vielen Jahren kümmert er sich um die Sicherheit auf dem „Hurricane“-Festival in Scheeßel, zu dem in diesem Jahr rund 70 000 Besucher kamen. Natürlich werde er sich genau anschauen, was bei der Loveparade passiert sei, sagte Kaldinski. Parallelen zum „Hurricane“ sieht er aber nicht. „Scheeßel ist sehr gut aufgestellt.“ Vor den Bühnen würden Barrieren verhindern, dass es zu einem tödlichen Gedränge komme. An den Seiten sei ausreichend Platz, um sich zurückzuziehen. Und im Zweifelsfall beendet die Polizei einfach ein Konzert - wie in diesem Jahr bei der Electroband Frittenbude, weil es vor der Bühne im Zelt zu eng wurde.

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