Harlesiel/Hannover - Kinder freuen sich über den Schnee, Autofahrer ärgern sich: Der Winter hat Niedersachsen am Freitag fest im Griff gehabt und vielfach für Probleme gesorgt.

© dpa
Eine Familie mit Kinderwagen, Schlitten und Kinder mit Schlittschuhen läuft am Donnerstag bei minus sechs Grad Celsius im Gegenlicht über das Eis des zugefrorenen "Dümmer Sees" in Lembruch (Kreis Diepholz).
Auf den Straßen kam es zu Unfällen, die aber überwiegend glimpflich verliefen. Die Inseln Juist und Wangerooge waren komplett von der Außenwelt abgeschnitten, weil die Witterung nach den Fähren nun auch noch die Flugzeuge stoppte. Die Wintersportorte im Harz rechnen am Wochenende mit einem großen Besucheransturm. Dort herrschen beste Wintersportbedingungen, sagte ein Sprecher des Harzer Tourismusverbandes. Auch in den niedrigeren Lagen liegt dort Schnee. Die Inselflieger stellten nach Schneefällen am Freitagmorgen den Personentransport zu den beiden ostfriesischen Inseln Juist und Wangerooge ein. Die Pisten müssten erst geräumt und die Sicht besser werden, sagten Mitarbeiter der Flugunternehmen in Harlesiel und Norddeich.
Dort stauten sich bereits die Postfrachten sowie Material für Handwerker. Sogar Krabben müssen bei der nächsten Wetterbesserung per Luft transportiert werden: Sie sind für die Küche eines Hotels auf Wangerooge bestimmt. Versorgungsengpässe sind aber nicht zu erwarten, weil die Inselgeschäfte Lebensmittelvorräte für mehrere Wochen gelagert haben. Der Fährverkehr nach Juist und Wangerooge ruht wegen Eises in den Häfen und niedriger Wasserstände voraussichtlich das komplette Wochenende. Für die anderen Inseln außer Borkum wurden die Fahrpläne eingeschränkt. So sollte am Freitag nur eine Fähre die Insel Spiekeroog ansteuern. Auch die kleine Emsfähre zwischen Ditzum und Petkum bei Emden musste ihren Betrieb wegen zu starken Eisgangs einstellen, teilte der Landkreis Leer mit. Die Elbe ist inzwischen zwischen Dömitz und Geesthacht für die Schifffahrt gesperrt. Dort passieren nur noch Eisbrecher. Der Landkreis Lüchow-Dannenberg sorgt sich um mögliche Eisblockaden im Flusslauf, die innerhalb weniger Stunden ein Hochwasser auslösen könnten.
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