Hannover - Von Alena Staffhorst - 117 Goldobjekte mit einem Gesamtgewicht von rund 1,8 Kilogramm: Der im Rahmen des Baus der Erdgas-Pipeline (NEL) in Syke-Gessel freigelegte „Diepholzer Schatz“ ist laut dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege (NLD) einer der größten prähistorischen Goldfunde Mitteleuropas.

© Foto: dpa
Mitarbeiter des Instituts für Denkmalpflege betrachten in Hannover den restaurierten Goldschatz. Erstmals seit seiner Entdeckung 2011 haben Wissenschaftler den 117 Stücke umfassenden Goldschatz aus der Bronzezeit vorgestellt.
Am Mittwoch wurde er in Hannover vorgestellt. Die jüngsten Objekte stammen aus dem 14. Jahrhundert vor Christus und kamen vermutlich aus Zentralasien.
Bei den Fundstücken handelt es sich hauptsächlich um Spiralen sowie um einen Wendelring, einen offenen Armring und eine Gewandspange. „Wir haben bei den Funden zwei Goldgruppen identifiziert“, erklärt Wissenschaftler Dr. Robert Lehmann von der Leibniz Universität Hannover . „Die Hauptgruppe hat einen Goldgehalt von 90 Prozent.“ Es handelt sich nicht, wie zuvor von Experten vermutet, um Naturgold, sondern großteils um wiederverwertetes Gold.
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