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Dauerfrost bringt Binnenschifffahrt ins Stocken

Dauerfrost bringt Binnenschifffahrt ins Stocken

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Hannover - Der Dauerfrost bringt die niedersächsische Binnenschifffahrt ins Stocken. Die Oststrecke des Mittellandkanals und einige Seitenkanäle sind am Montag teilweise gesperrt worden - sechs Eisbrecher versuchten auf weiteren Abschnitten eine Fahrrinne frei zu halten.  

Der Eisbrecher "Seebär" arbeitet sich am Montag in Magdeburg durch eine rund 15 Zentimeter starke Eisschicht auf dem Rothenseer Verbindungskanal zwischen Elbe und Mittellandkanal.

„Die Eisschollen sind eine zu große Behinderung für den Schiffsverkehr geworden“, sagte eine Sprecherin der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Mitte in Hannover.

Vor den Schleusen standen zahlreiche Frachter und warteten darauf, dass es weitergehen kann. Doch die frostigen Temperaturen sollen vorerst bleiben.

Auch die Friedhöfe haben mit der Eiseskälte zu kämpfen. „Bei uns gibt es zurzeit keine Urnenbeisetzungen“, sagte Sprecher Klaus Helmer von der Stadt Hannover. Die Urnen blieben solange in den Kapellen stehen, bis die Erde wieder aufgetaut sei. Für die Sargbestattungen rücken die Friedhofsmitarbeiter mit dem Bagger aus. „Da können wir nicht warten.“

Andernorts laufen die Beerdigungen noch wie gewohnt. In Osnabrück seien die künftigen Gräber vorsorglich mit Laub und Rindenmulch abgedeckt, sagte Eva Güse von der Friedhofsleitung. „Ein Presslufthammer steht aber bereit.“

Eisiger Winter im Norden

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Die Textilhändler reiben sich wegen der Tiefkühltemperaturen dagegen die Hände. Nach dem schleppenden Weihnachtsgeschäft sei mit einigen Wochen Verspätung der Absatz von warmer Winterkleidung auf Touren gekommen, sagte Hans-Joachim Rambow, Geschäftsführer des Handelsverbandes Niedersachsen-Bremen. „Seitdem es endlich kalt geworden ist, läuft es richtig gut.“

Zur Halbzeit des Winterschlussverkaufs (WSV) Anfang dieser Woche klingele vor allem beim Verkauf von dicken Jacken, Handschuhen und Schals, aber auch im Wintersport-Fachhandel die Kasse.

Für die Bauern heißt es abwarten und auf ein Ende des Frosts hoffen. Ob Wintergetreide und Winterraps durch die Minusgrade beschädigt seien, werde sich erst im Frühjahr feststellen lassen, sagte Landvolk-Sprecherin Gabi von der Brelie. „Schwierig wird es überall dort, wo gar kein Schnee liegt und wo die Pflanzen schon in Frühjahrsstimmung waren.“

Entspannt ist die Situation noch für das Wild in den Mittelgebirgen. Hirsche und Rehe müssen nach Angaben der Landesforsten weder im Harz noch im Solling gefüttert werden. Anders als in den Vorjahren liege hier nämlich vergleichsweise wenig Schnee, sagte ein Sprecher. Das Wild könne deshalb fast überall noch genügend Futter finden. „Die Tiere haben sich außerdem im milden Herbst eine dicke Fettschicht angefressen.“

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