Verden - HÖNISCH · Die bereitgestellte – und wohl auch eingehaltene – Summe für den Neubau der Kindertagesstätte Hönisch: 2,337 Millionen Euro. Der Blick aus den Fenstern auf die Landschaft: unbezahlbar – und sicher einer der Gründe dafür, dass sich 80 Kinder und 13 Erzieherinnen bereits drei Wochen nach dem Einzug pudelwohl fühlen in dem Gebäude.

© Foto: Preuß
Mahlzeit: Mittagessen in der Hasengruppe, links Marina Vogel, rechts Jennifer Herzog. ·
Kita-Leiterin Birgit Rohde empfing gestern Mittag Architekt Thomas Isselhard, Bürgermeister Lutz Brockmann, Bildungskoordinatorin Dr. Christiane Morré sowie Georg Rolink und Torsten Röpke von der Gebäudewirtschaft. Die Mitglieder dieser kleinen Delegation hatten das Projekt vom ersten Spatenstich im November 2010 bis zum verspäteten Einzug Mitte des vergangenen Monats begleitet und wollten sich nun von der Praxistauglichkeit des Neubaus überzeugen.
Ein Blick in das glückliche Gesicht Birgit Rohdes hätte da schon fast genügt. Aber natürlich wollte die Leiterin nur zu gerne die großzügig geschnittenen Räume präsentieren. Schließlich hatten die pädagogischen Fachkräfte an der Gestaltung ihres Arbeitsplatzes kräftig mitgewirkt. „Ganz viele unserer Wünsche sind berücksichtigt worden“, verwies Birgit Rohde auf die Fenster, deren herunter gezogene Brüstungen den Räumen viel Licht und ihren kleinen Nutzern einen tollen Blick nach draußen bescheren. Auch die großen Flächen für die Garderoben, die getrennten Bereiche für die 50 Kindergarten- und 30 Krippenkinder sowie die so genannte Bewegungshalle als verbindendes Element zwischen den beiden Trakten sind entstanden nach Ideen der Erzieherinnen.
Zwar befindet sich die neue Kita in Hönisch nur einen guten Steinwurf entfernt vom ehemaligen Standort, der alten Schule. Dennoch ist es eine andere Welt, die sich den Mädchen und Jungen aus Raupen-, Hasen-, Igel- und Mäusegruppe offenbart.
Das Anliegen spiegelt sich in der Bauweise wider: Hoch gedämmt ist das Haus; Erdwärme sorgt über Wandheizungen für Behaglichkeit; auf dem Dach fängt eine thermische Solaranlage das Sonnenlicht für Warmwasser ein. Und es findet sich in der Anordnung und Einrichtung der Zimmer wieder.
Während die Kleinsten über feste Gruppenräume verfügen, ist diese Aufteilung bei den Großen aufgelöst. Je nach Lust und Interesse können sie im „Atelier“ malen, basteln, experimentieren, im „Universum“ konstruieren und in Büchern schmökern oder in der „Kindervilla“ in neue Rolle schlüpfen. Fenster auch innerhalb des Gebäudes sorgen dabei für steten Blickkontakt.
Pro Aufenthaltsraum stehen kindgerechte sanitäre Anlage zur Verfügung, in der Krippe sogar mit Badegelegenheit. Küchen mit viel Platz zum Essen bilden bei Kita und Krippe die Verbindungen zwischen den großen Gruppenräumen. Kuschelige Schlaf- und Ruhezimmer komplettieren das Raumprogramm.
Die Attraktivität der Kita hat sich unter den Verdener Eltern übrigens schon herumgesprochen. Zum Sommer jedenfalls liegen zurzeit mehr Anmeldungen vor, als es Plätze gibt. · kp
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