Verden - „Ran an den Computer“ – Diesem Appell folgten vor ein paar Wochen 25 Verdener Seniorinnen und Senioren und machten sich auf, die Schulbank zu drücken. In diesem Fall stand diese Bank im PC-Raum der Nikolaischule. Drei Nachmittage trafen sich die betagten Schüler mit ihren jungen Lehrern. „Schüler schulen Senioren“ war das Prinzip, denn jeder PC-Neuling eroberte die virtuelle Welt an der Hand eines Viertklässlers.

© ksy
Paarweise machten sich Schüler und Lehrer an die Arbeit.
„Stellen sie eine Zugreise nach München zusammen!“ Das war die Aufgabe, die Schulleiterin Regine Meyer-Bolte der Montagsgruppe und Lehrerin Vera Meincke der Dienstagsgruppe stellte. Damit sollten die Schüler-Senioren-Gespanne die neu erworbene Kompetenz im Umgang mit PC und Internet unter Beweis stellen.
Das Interesse am weltweiten Netz war so groß, dass die Plätze im PC-Raum der Nicolaischule nicht reichten und zwei Gruppen gebildet wurden. Drei Nachmittage hatten die dann miteinander vor den Bildschirmen gearbeitet, und jetzt sollte es eine Urkunde geben. Nicht für die zehn Jahre alten Lehrer, sondern für ihre zum Teil 60 oder 70 Jahre älteren Schüler.
Dass Senioren und Schüler in Eins-zu-eins-Situation miteinander arbeiten sollten, hatte das Projekt schon vorgegeben. Die beiden Kursleiterinnen suchten dann im vierten Jahrgang nach Schülern, die Interesse hatten, und so konnten sich die Paare schließlich vor Monitor zusammenfinden.
Und offenbar hatten sie sich in der gemeinsamen Zeit schon so gut zusammengerauft, dass sie sich ohne viel Federlesens gleich konzentriert an die Arbeit machen konnten. Die Strategie wurde kurz diskutiert und dann ging es los: Suchmaschine, Abfrage und Co. Lehrerin Meincke hatte ganz offensichtlich ihre Gruppe richtig eingeschätzt, als sie keinen Zweifel hatte, dass sie die Urkunden zu Recht erhalten.
„Sie müssen die Reise ja nicht gleich buchen“, gab die Schulleiterin den Internet-Neulingen noch mit auf den Weg, und dann hatten nur noch die Bildschirme ihre Aufmerksamkeit. · kle
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