024.01.12|Verden|Verden|
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Verden - Am Sonntag hielt die zweite Kandidatin für die vakante Superintendentenstelle im Kirchenkreis Verden, Superintendentin Elke Schölper, ihre Aufstellungspredigt. Auch sie wollten viele kennen lernen, wieder war der Saal im Domgemeindezentrum bis auf den letzten Platz besetzt.

© Foto: Haubrock-Kriedel
Superintendentin Elke Schölper würde sich nach eigenen Worten in Verden sehr wohlfühlen. ·
Elke Schölper ist 52 Jahre alt und ledig. Seit 2007 ist sie Superintendentin des Amtsbereichs Garbsen-Seelze im Stadtkirchenverband Hannover. Schölper ist zudem ausgebildete Chorleiterin und Organistin. Ferner hat sie sich berufsbegleitend in den Kursen „Gemeindeberatung/Organisationsentwicklung“ und „Führen und Leiten von Kirchenkreisen“ weitergebildet.
Für diesen zweiten Aufstellungsgottesdienst setzte sich Kirchenmusikdirektor Tillmann Benfer selbst an den Flügel. Elke Schölper gewann mit ihrer schwungvollen Art, den Gottesdienst zu leiten, schnell viele Sympathien. Ihre Predigt regte zum Nachdenken an. Es gelang ihr gut, Bibeltexte mit modernen Worten zu umschreiben und auf die heutige Gesellschaft zu beziehen. Was früher Stände waren, seien heute die verschiedenen sozialen Schichten oder neudeutsch „Peer Groups“. In Anspielung auf die aktuelle Diskussion sagte sie: „Gott wäre nicht auf den Sektempfängen unserer Zeit zu Hause, er hätte auch kein Upgrade bekommen.“ Für diese Predigt erhielt sie im Anschluss an den Gottesdienst viele lobende Worte.
Elke Schölper hat sich in Verden beworben, obwohl sie bereits Superintendentin ist. „Mich reizt der ländlich geprägte Raum, ich liebe die Kleinstadt“, verriet sie im Gespräch nach dem Gottesdienst. Verden ist ihr nicht unbekannt, sie hat schon im Dom gesungen, viele ihrer Studienfreunde leben in dieser Gegend. „Ich würde mich wirklich sehr freuen, hier zu landen“, sagte sie.
Wie bereits ihr Mitbewerber Volker Dietrich-Domröse, lobte auch sie den gut aufgestellten Kirchenkreis Verden. Trotzdem sieht sie für ihre Arbeit noch viele spannende Herausforderungen. „Ich möchte Kirche plausibel machen. Die Rahmenbedingungen, das heißt, die Haltung zur Kirche und ihre gesellschaftliche Stellung ändern sich weiter, dem würde ich mich gemeinsam mit den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern gern stellen.“
Am Donnerstag, 23. Februar, muss sich der Verdener Kirchenkreistag in seiner Sitzung für einen der beiden Kandidaten entscheiden. · ahk

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