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Lernen in den Ferien macht Spaß

Zwei Wochen „Camp4us“ / Jugendliche projektbezogen fördern und auf den Beruf vorbereiten

Lernen in den Ferien macht Spaß

122.07.10|Verden|Verden|1
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Artikel: Lernen in den Ferien macht Spaß

Verden - (reg) · Reges Treiben herrscht auf dem Jugendherbergsgelände in Verden. Aus dem Keller kommen Percussionklänge, auf den Fluren führen „Reporter ohne Grenzen“ Interviews und einen Raum weiter quartieren sich tanzende Zombies ein. Was sich hier nach einem Hollywoodfilm anhört, ist das Projekt Camp4us in Zusammenarbeit von der Deutschen Post DHL, der gemeinnützigen Organisation Teach First und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DJKS).

Die Organisatoren (v.l): Oliver Hesselmann, Joel Asta, Maike Wintjen, Frauke Langhorst, Sabine Heid, Stefan Apel, und Ulf Matysiak.

Die Organisatoren (v.l): Oliver Hesselmann, Joel Asta, Maike Wintjen, Frauke Langhorst, Sabine Heid, Stefan Apel, und Ulf Matysiak.

Bereits zum zweiten Mal und an fünf Standorten schlagen rund 300 Kinder für zwei Wochen ihr Lager auf. Dieses Jahr erstmals auch in Verden.

Camp4us richtet sich an Schüler und Schülerinnen der siebten und achten Klasse von Haupt- und Realschulen und Gymnasien. Es ist ein innovatives Konzept, das die individuellen Stärken der Teilnehmer in den Mittelpunkt rückt – und das ganz ohne Zwang und Druck. „Die Jugendlichen entwickeln selber Themen. Es wird nicht festgesetzt, was zu machen ist. Eigene Ideen sind sehr willkommen“, erklärt Frauke Langhorst, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit der DKJS. Es gehe darum, die jeweiligen Stärken und Talente zu fördern und ein forschendes Lernen zu ermöglichen. Betreut werden die 13- bis 15-Jährigen dabei von so genannten Fellows. Dies sind Hochschulabsolventen, die im Rahmen von Teach First ihre ersten praktischen Erfahrungen im Umgang mit Jugendlichen machen.

Weiterhin soll die Zeit im Camp den teilnehmenden Jungen und Mädchen dabei helfen, Interessen zu wecken und den Weg für die spätere berufliche Laufbahn zu ebnen, erklärt Maike Wintjen, Pressesprecherin der Deutschen Post. Deshalb seien die einzelnen Campbereiche auch nah am Beruf orientiert. Da gab es zum Beispiel die Reporter ohne Grenzen, die in den Journalismus reinschnupperten, eine eigene Campzeitung produzierten und tägliche News für alle Teilnehmer in den Umlauf brachten. „Ich kann mir sehr gut vorstellen, auch später Redakteur zu werden“, erzählt Safa, Chefredakteur der „News4us“, bei einer extra eingerichteten Pressekonferenz. Zusammen mit seinem „Kollegen“ Vincent führte er schließlich das Organisatorenteam von Post, Teach First und DKJS durch die Jugendherberge und gab ihnnen einen Einblick in die einzelnen Stationen.

Doch nicht nur die Jungreporter brachten die Besucher bei ihrem Rundgang zum Staunen. In der Comicworld zeichneten Mädchen und Jungen druckreife Comics. Klar, dass das Campleben als Storyline herhalten musste und auch Superhelden nicht fehlen durften.

Gestalterisch ging es auch in der Percussiongruppe her. So spielten und tanzten die Teilnehmer nicht nur zur Musik, sondern stellten auch noch die Instrumente selbst her. Ebenso aus eigener Mache waren die Kleidungsstücke der Gruppe „Made in Nature“, die auf der Abschlussveranstaltung am 28. Juli – dort treffen sich die Gruppen aus Verden und Zeven zum gemeinsamen Abschluss – auf einer Modenschau vorgestellt werden.

In der Theatergruppe dachten sich die jugendlichen Akteure gemeinsam ein Stück aus. Heraus kam eine Geschichte aus dem Schulleben, gespickt mit einem Funken Fantasie. Wo sonst entspringen Zombies aus der Tafel und tanzen durch den Klassenraum?

„Jetzt erahnt man schon, was die Betreuer und die Jugendlichen hier leisten“, freut sich Ulf Matysiak von Teach First, der sich mit allen anderen Beteiligten darüber einig ist, dass das Projekt ein voller Erfolg ist. Junge Menschen fördern und unterstützen, das ist ihr gemeisames Ziel.

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