Verden - Vier Tage Pferde, Reiter und Sport satt. Die Besucher der Ver-Dinale zeigten sich begeistert, schließlich hat alles gestimmt und am Ambiente und den vielen Pferdeprüfungen konnten sich Zuschauer und Teilnehmer gleichermaßen erfreuen. Doch wie sieht es hinter den Kulissen einer solchen Großveranstaltung aus?

Mitorganisator Malte Kanz freut sich, dass alles glatt gegangen ist und dankt den vielen Helfern, die die vier Tage lang mit Enthusiasmus bei der Sache waren. ·
Was und vor allem auch wie viele Menschen braucht es, um die Ver-Dinale erfolgreich auf die Beine zu stellen? Denn neben der Turnierleitung, der Zeitnahme, den Richtern und den Organisatoren des Rahmenprogramms gehört auch eine Ärztin zum Kernteam des nationalen Großturniers, das in diesem Jahr 270 Reiter mit 21 teils hochkarätigen Prüfungen lockte.
Von Donnerstag bis einschließlich Sonntag fand in der Niedersachsenhalle das 37. Verdener Hallenreitturnier Ver-Dinale mit Reitern aus dem In- und Ausland statt. Doch um den reibungslosen Turnierbetrieb zu gewährleisten und aufrecht zu erhalten, braucht es ein perfekt agierendes Organisationsteam. „Nach der VER-Dinale ist vor der VER-Dinale“, bestätigt Malte Kanz, Vorsitzender des Reitvereins Graf von Schmettow, der gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Verdener Rennvereins, Kurt-Henning Meyer, die Turnierleitung repräsentiert.
Die Vorbereitungen für das nationale Reitsportgroßereignis laufen stets viele Monate voraus. „Wir haben allerdings das Glück, dass viele Organisationshelfer schon seit Jahren dabei sind und über einen entsprechend großen Erfahrungsschatz verfügen“, so Kanz.
„Sie sind Anlaufpunkt für vieles“, erklärt Kanz, der auch die Leistung der übrigen Helfer nicht schmälern will. „Jeder einzelne ist wichtig. Das Turnier wäre in dieser Größenordnung ohne die rund 100 ehrenamtlich tätigen fleißigen Mitglieder und Helfer – vom Schleifenmädchen über Einlasskontrolle, Dienste an den Zeittafeln, Protokolle schreiben, Fegen der Stallgasse, Parkplatzsicherung bis zu den Fahrdiensten – nicht zu bewältigen.“
Kanz: „Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen, zumal fast jeder Helfer mal hier und mal dort anfasst und Handreichungen erledigt. Jeder einzelne habe großen Respekt verdient. Neben den Vorbereitungen zur Stallbelegung oder Parcoursgestaltung müssten auch die großen Bereiche wie Gastronomie, Ausstellungsflächen oder Meldestelle organisiert werden.
„Auch diese Planungen beginnen bereits Monate vor dem Termin“, sagt Kanz. Erfahrungsgemäß laufe die Nachfrage für manche Arbeitsbereiche ein wenig schleppend an, aber am Ende seien dann doch immer ausreichend Kräfte vor Ort. Auch für das leibliche Wohl der Helfer an den Turniertagen muss gesorgt sein. Ein Part, für den seit mehreren Jahren das Team vom Landhaus Zur Linde in Verden-Hutbergen verantwortlich zeichnet.
Am Sonnabend bekamen mehr als 100 hungrige Gäste Gulasch mit Kartoffeln und Nudeln serviert, gestern standen Rinderbraten, Rotkohl und Kartoffeln auf dem Speiseplan. Hinzu kamen Berge von belegten Brötchen und Broten, die von der Küchencrew rund um Andrea Andrea Etienne zubereitet wurden. nie
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