Verden - VERDEN · „Steht auf für Gerechtigkeit“, so lautet das schöne Motto des Weltgebetstags am 2. März. Der Tag ist eine weltweite ökumenische Initiative christlicher Frauen und wird in über 170 Ländern der Erde immer am ersten Freitag im März gefeiert. In diesem Jahr kommt die Gottesdienstordnung von Frauen aus Malaysia. Mit ausgewählten Texten und Liedern geben sie einen Einblick in ein Land, das von großer Vielfalt geprägt ist.

© Foto: Haubrock
Die ökumenische Frauengruppe wünscht sich am Weltgebetstag viele Besucher. ·
In Malaysia sind Menschen unterschiedlichster Herkunft beheimatet. Neben den Malaien, die die größte Bevölkerungsgruppe stellen, leben dort auch die Nachfahren chinesischer und indischer Einwanderer, sowie indigene Bevölkerungsgruppen.
Entsprechend bunt gemischt ist auch die Religionszugehörigkeit. Die Menschen gehören dem Islam, Christentum, Buddhismus, Hinduismus oder traditionellen Religionen an. „Wie kann das Zusammenleben in einer multikulturellen und multireligiösen Gesellschaft gelingen?“ Diese Fragen sind das zentrale Thema der malaysischen Gottesdienstordnung. Die Frauen des malaysischen Weltgebetstagskomitees beschreiben den Reichtum und die lebendige Vielfalt ihres Landes, scheuen sich aber auch nicht, auf Probleme, Ungerechtigkeiten oder die Missachtung der Menschenrechte hinzuweisen.
Auch für die Dekoration sorgen die Frauen selbst. Die Ideen stammen von Urte Trutzenberger. Am Weltgebetstag wird die Andreaskirche festlich, mit Tüchern und Blumen geschmückt. Sie sollen die verschiedenen Bevölkerungsgruppen in Malaysia symbolisieren. Damit die Gottesdienstbesucher ein Bild dieses Landes bekommen, zeigt Christa Fey einige Dias. Wie schon im letzten Jahr sorgt die Musikgruppe von St. Josef unter der Leitung von Diakon Burkhard Baumann für den passenden musikalischen Rahmen.
Im Anschluss an den Gottesdienst gibt es im Turm der Andreaskirche ein gemütliches Beisammensein mit original malaysischem Fingerfood. „Die Rezepte haben wir zusammen ausgesucht und vorher auch probiert“, so Linda Burdorf.
Mit der Kollekte des Weltgebetstags unterstützt das Deutsche WGT-Komitee viele Frauenprojekte weltweit. Eins davon ist in Teneganita. Mit einer landesweiten Kampagne setzen sich dort die Frauen für die Rechte von weiblichen Hausangestellten ein, von denen viele immer noch ausgebeutet werden. · ahk
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