Verden - Wenn bei Maria Roll das Telefon klingelt, ist es für sie nicht immer leicht, es schnell genug zu erreichen. Hündin Ira ist auf der Hut und bringt es ihr. Ira ist ein fünfjähriger Labrador-Retriever- Mischling und der Assistenzhund der körperbehinderten Frau. Sie hilft der Berlinerin im Alltag – und bereichert ihr Leben.

Maria Roll aus Berlin mit ihrem fünfjährigen Labrador-Retriever-Mischling Ira beim Schuheausziehen.
Die 43-Jährige gehört dem Verein „Hunde für Handicaps“ an, der sich gestern gemeinsam mit „Tieren helfen Menschen“, „Institut für soziales Lernen mit Tieren“ und „Deutscher Tierschutzbund“ auf der so genannten Mitarbeiter-Dialog-Ausstellung von Mars-Partnerorganisationen am Firmensitz in Verden-Eitze präsentierte.
„Danke“, flüstert Maria Roll und krault Ira hinter den Ohren. Der Labrador-Retriever genießt die Streicheleinheit und reckt den Kopf. Gerade hat sie für ihr Frauchen eine Telefonkarte aufgehoben. Maria Roll hatte sie fallen lassen, kam aber nicht mehr ran. Die Berlinerin ist kleinwüchsig, was ihr im Alltag diverse Probleme bereitet. „Ira übernimmt für mich viele Arbeiten. Sie zieht die Schnürsenkel meiner Schuhe auf, zieht mir das Schuhwerk von den Füßen, hebt fallen gelassene Gegenstände auf oder bringt mir das Telefon. Selbst das Leeren der Waschmaschine – ich reiche wegen meiner kurzen Arme nicht überall heran – ist für Ira kein Problem“, berichtet sie den Umstehenden.
Wie Tiere außerdem helfen, Menschen zu therapieren, wurde von Mitgliedern des Vereins „Tiere helfen Menschen“ vorgestellt. Die so genannte tiergestützte Therapie – wie der Besuchsdienst in Alten- und Pflegeheimen – ist ein Medikament ohne Nebenwirkungen. Und glaubt man Studien, dann soll der regelmäßige Umgang mit dem Wundermittel Tier sogar die Heilungschancen von Krebspatienten erhöhen, Langzeitarbeitslose von Depressionen erlösen und bei Demenzkranken die Erinnerung wecken. Selbst Schüler lernen durch den Umgang mit Heimtieren motivierter.
Schließlich suchten die Mars-Mitarbeiter das Gespräch mit Wilfried Britz und Caterina Mühlhausen vom Deutschen Tierschutzbund. Von ihnen erfuhren sie Einzelheiten über die aktuelle Kampagne „Rettet die Tierheime“, aber es wurden auch in der Öffentlichkeit kaum präsente Themen wie die Kaninchenmasthaltung thematisiert. „Wir ermöglichen Weiterbildungsmaßnahmen, Workshops und Vorträge, etwa zur Ausbildung professioneller Helfer“, fasst Mars-Pressesprecher Rolf Zepp zusammen.
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