Verden - Nach verhaltenem Beginn gibt der Winter jetzt richtig Gas. Mit Minusgraden, die nachts an zweistellige Bereiche heranreichen, lässt es „Cooper“ mächtig knacken. Doch während die einen das Wintermärchen freut, haben andere damit Probleme. Menschen bibbern, Tiere frieren, Autos bleiben liegen und auf dem Domplatz sind die eisernen Antikpfosten eingefroren.

© Foto: Niemann
Meike Wedenkamp, Renate Hartje und Nadine Norden (v.l.) wissen genau, was die Kunden im Moment am nötigsten brauchen: warme Kleidung. ·
In den vergangenen Tagen hat der Verdener Einzelhandel seine Umsätze spürbar steigern können. „Handschuhe, Mützen und Schals sind besonders gefragt, und die Taschenwärmer sind ausverkauft“, heißt es beispielsweise im Sportshop Verden, wo auch an viele Nicht-Reiter Jacken und spezielle Winterkleidung sowie gefütterte Stiefel besonders oft verkauft werden.
„Bei den Minusgraden bekommen auch Pferde oder Hunde eine wärmende Decke spendiert“, berichtet Verkäuferin Renate Hartje. „Gerade bei geschorenen Pferden und kurzhaarigen Hunden mache das Sinn. „Die Decken sind mit wärmendem Vlies gefüttert und verhindern eine Unterkühlung“.
Einen Ofen hat Postbote Carsten Jensch in seinem Dienstauto zwar nicht eingebaut, doch die Heizung funktioniert wenigstens. Der Zusteller hat gegen die klirrende Kälte aber seine eigenen Hilfsmittel: schnell bewegen und sich warm anziehen. Er schlüpft auch in die lange Unterhose und zieht die extra dicke Dienstkleidung an. Eigentlich hat Jensch mit der Kälte kein Problem. Wirklich unangenehm sei nur der Temperaturwechsel durch das ständige Ein- und Aussteigen. „Da handele ich mir häufiger eine saftige Erkältung ein.“
In der Kfz-Meisterwerkstatt von Thomas Meyer in der Stifthofstraße häufen sich witterungsbedingte Kundenaufträge. „Die Autos bleiben liegen, weil die Batterien versagen. Auch frieren gerne mal die Türschlösser ein. Heute Morgen hatten wir eine Kundin, da drohte der Fahrzeugkühler sogar zu platzen“, berichtete Meyer.
Auf die Gesundheit der Verdener wirkt sich das frostige Wetter aber offenkundig nicht nachteilig aus. Jedenfalls hat Apotheker Jan Timmers im Vergleich zu anderen Wintermonaten noch keine gestiegene Nachfrage für Erkältungsmittel registriert. „Die meisten meiner Kunden freut das klare Winterwetter, da sie es auch mit der Hoffnung verbinden, dass weniger Keime in der Luft unterwegs sind.“ · nie
Facebook 'Like Box' wird geladen...

Bestimmen Sie auf der Karte die Region, aus der Sie Nachrichten angezeigt bekommen möchten.



Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.