Verden - (reg) · Etwa 60 Atomkraftgegner versammelten sich gestern Mittag trotz strömenden Regens vor dem Wahlkreisbüro von Andreas Mattfeldt (CDU). Ihr Ziel: mit Tröten, Pfeifen und Trommeln lautstark gegen Atomkraft und die Verlängerung der Kraftwerklaufzeiten demonstrieren.
Der so genannte Atom-Alarm ist Teil eines bundesweiten Aktionstages, organisiert durch das Kampagnennetzwerk Campact. Der Aufruf: Möglichst viele Menschen sollten sich am Montag, 26. Juli, vor dem Wahlkreisbüro ihres CDU/CSU oder FDP-Bundestagsabgeordneten treffen, um mit Tröten, Trillerpfeifen und Trommeln Alarm zu schlagen. Auch mit dabei: Die Campact-Erklärung gegen ein Comeback der Atomkraft, die bereits von über 154 000 Menschen unterzeichnet wurde, zur Übergabe an den Abgeordneten.
Die Bundesregierung drückt aufs Tempo: Bis Ende August soll sowohl ihr Energiekonzept als auch eine Beurteilung darüber stehen, ob der Bundesrat längeren AKW-Laufzeiten zustimmen muss. Auf Basis beider Papiere soll dann über längere AKW-Laufzeiten entschieden und im September ein überarbeitetes Atom-Gesetz in den Bundestag eingebracht werden. „Noch ist Zeit, etwas zu bewegen, die Politiker zum Nachdenken zu bringen“, lautete die Aussage einer Demonstrantin.
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