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Bauschuttdeponie wird bepflanzt

Weitzmühlen bekommt fünf Hektar neuen Wald / „Grüner“ Kompromiss bei der Oberflächenabdeckung

Bauschuttdeponie wird bepflanzt

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Artikel: Bauschuttdeponie wird bepflanzt

Weitzmühlen - · Mehr als fünf Hektar Wald sollen in Kürze nordöstlich der Ortschaft Weitzmühlen angepflanzt werden. „Dies wird möglich, weil die Landesregierung einem neuen Verfahren zur Oberflächenabdeckung der früheren Bauschuttdeponie zugestimmt hat“, erläuterte der hiesige Landtagsabgeordnete Wilhelm Hogrefe beim Besuch der CDU-Kreistagsfraktion in der Gemeinde Kirchlinteln. Die Oberflächen-Maßnahmen sind mittlerweile abgeschlossen.

Hier soll der neue Wald entstehen: Beim Besuch der CDU-Kreistagsfraktion in Weitzmühlen berichtete MdL Wilhelm Hogrefe über den in Hannover erreichten Kompromiss zu einer landschaftsfreundlichen Abdeckung der früheren Bauschuttdeponie.

Hier soll der neue Wald entstehen: Beim Besuch der CDU-Kreistagsfraktion in Weitzmühlen berichtete MdL Wilhelm Hogrefe über den in Hannover erreichten Kompromiss zu einer landschaftsfreundlichen Abdeckung der früheren Bauschuttdeponie.

Ursprünglich hatten die Fachbehörden auf eine teure Abdeckung aller drei früheren Bauschuttdeponien im Kreisgebiet mit dicken Kunststofffolien bestanden. Dies sollte zusammen über acht Millionen Euro für die Deponien in Beppen, Ottersberg und Weitzmühlen kosten. Eine erhebliche Erhöhung der Müllgebühren für alle Kreiseinwohner wäre die Folge gewesen. „Vor Ort waren wir uns einig, dass eine reine Erdabdeckung und Bepflanzung der Bauschuttdeponien die sinnvollere Lösung ist“, so Heinrich Luttmann, Vorsitzender des zuständigen Fachausschusses des Kreistags. Auf Initiative von Wilhelm Hogrefe kam es im Landtag zu einem Gespräch mit Umweltminister Hans-Heinrich Sander. Das Ergebnis war ein Kompromiss: Die Deponien erhalten eine qualifizierte Oberflächenabdeckung mit dicken Erdschichten, die Niederschläge speichern können. Die Oberfläche wird zudem gewölbt, damit hohe Regenmengen ablaufen. Durch eine Bepflanzung soll zudem das im Boden gespeicherte Wasser über die Pflanzen verdunstet werden. Diese „grüne Alternative“ zur Kunststoffabdeckung wird zudem nur ein Viertel der Kosten verursachen.

Wie dieser Kompromissvorschlag aus Hannover in die Tat umgesetzt wird, erläuterte Bauingenieur Richard Zorn vor Ort: Nach einer Fachplanung durch das Institut für Bodenkunde in Hamburg wurde zunächst die Schutthalde glockenförmig profiliert und rundherum mit Wasserabzugsgräben versehen. Danach wurden insgesamt 46 000 Kubikmeter Boden auf die frühere Bauschuttdeponie aufgebracht. Zunächst kam eine dichtende Schicht aus Lehm über den Deponiekörper, darüber 120 Zentimeter lockeres Material, oben mit Humus angereichert – eine gute Grundlage für den künftigen Wald.

Möglichst noch in diesem Herbst soll der neue Mischwald angepflanzt werden. Zur Begründung des künftigen Waldes soll zunächst das Gelände eingezäunt bleiben, um dem Wildverbiss vorzubeugen. „Später kann der Zaun verschwinden und für die Weitzmühler, aber auch für Spaziergänger aus Eitze, Borstel und Verden steht dann ein schönes, über 50 000 Quadratmeter großes Mischwaldgebiet zur Erholung und Freude an der Natur zur Verfügung“, so Wilhelm Hogrefe.

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