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„Amtssprache“ ist Englisch

Workcamp im Jugendzentrum Verden / Arbeit für ein gemeinnütziges Projekt

„Amtssprache“ ist Englisch

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Verden - Einst hingen an den Wänden der Räume des Jugendzentrums abgewetzte Tapeten. „Eine Renovierung ist dringend nötig gewesen“, erklärte Julix Kettler, Mitarbeiter im Jugendzentrum. Nun, da die Tapeten entfernt worden sind und die Besucher des Jugendzentrums darüber abgestimmt haben, wie die Räume aussehen sollen, steht einer neuen Gestaltung der Räume nichts mehr im Wege.

Sol Jee aus Südkorea sowie Rebecca und Karina aus Deutschland bereiten die Wand für den Anstrich vor. ·

Sol Jee aus Südkorea sowie Rebecca und Karina aus Deutschland bereiten die Wand für den Anstrich vor. ·

Seit dem 18. Juli sind 14 Jugendliche damit beschäftigt, dem Jugendzentrum einen neuen Anstrich zu verleihen. Das Besondere: Die Jungen und Mädchen kommen aus Frankreich, Spanien, Italien, Großbritannien, Deutschland, Georgien, der Ukraine, Weißrussland, der Türkei und aus Südkorea. Sie alle nehmen an einem Workcamp teil, das in Kooperation mit dem Internationalen Jugendgemeinschaftsdienst (IJGD) durchgeführt wird. Unterstützer dieses Projektes sind Mars Petcare, die Stadttombola, die Lätare-Spende und das Netzwerk Jugendarbeit.

Solche Workcamps finden weltweit statt. Sie bieten Jugendlichen ab 16 Jahren die Möglichkeit, andere Länder kennen zu lernen und Freundschaften zu schließen. Teilnehmer der Camps engagieren sich ehrenamtlich für unterschiedliche gemeinnützige Projekte und bekommen im Gegenzug kostenfrei eine Unterkunft und Verpflegung.

In diesem Rahmen arbeiten zwölf Jungen und Mädchen von 9 bis 14 Uhr im Jugendzentrum, wo sie die Wände streichen und verzieren. Währenddessen bereiten immer zwei Jugendliche in der Teilnehmerunterkunft, dem Tintenklecks, das Essen vor und räumen dort auf. So gibt es jeden Tag ein anderes Gericht und die Jugendlichen kommen den unterschiedlichen Kulturen auch über das Essen ein Stück näher.

Yeliz aus der Türkei fühlt sich wohl im Camp. Warum sie daran teilnimmt? Sie wolle Deutschland und seine Kultur kennen lernen und neue Freunde finden. Letzteres ist ihr bereits gelungen: Die Südkoreanerin Sol Jee und sie verstehen sich ausgezeichnet.

Freundschaften knüpfe man hier eigentlich automatisch, wie Karina Scheffler, eine Teamerin des Camp erklärte. Die Jugendlichen arbeiten und wohnen schließlich zusammen. Zudem verbindet sie dieselbe Motivation. Auch die eigenen Fremdsprachkenntnisse könne man hier praktisch anwenden. Englisch ist die einzige Sprache, die alle sprechen und verstehen können.

Scheffler ist durch ein freiwilliges ökologisches Jahr auf den Internationalen Jugendgemeinschaftsdienst (IJGD) gestoßen. Nun engagiert sie sich als Teamerin in dem Workcamp in Verden und koordiniert gemeinsam die Arbeit der Gruppe. „Ich musste vorher ein Seminar belegen, um die dafür nötigen Kompetenzen zu erlangen“, erklärte sie. Anschließend konnte sie sich aus einem Einsatzstellenkatalog aussuchen, in welchem Workcamp sie arbeiten wolle. Da habe sie sich für das Jugendzentrum in Verden entschieden: „Mir gefällt die Umgebung.“ Auch die Aufgaben, die die Teilnehmer hier haben, findet sie gut. „Vorurteile lösen sich auf“, sagte die Magdeburgerin. Auch sei es eine Möglichkeit zur internationalen Kommunikation. Die Teilnahme an solch einem Camp würde sie auf jeden Fall weiterempfehlen.

Interessierte können sich unter http://www.ijgd.de über die Arbeit des Internationalen Jugendgemeinschaftsdienstes und die Workcamps informieren. · ts

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