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Grundschule Posthausen für Schulprojekt in Kindia mit „Kinderwelten-Award“ und 2000 Euro Preisgeld ausgezeichnet

Ein Regenbogen von hier bis Afrika

106.10.11|Oyten/Ottersberg|Oyten/Ottersberg|
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Artikel: Ein Regenbogen von hier bis Afrika

Posthausen - „Nakupenda sana Afrika – Ich hab dich so gern, Afrika“ wird in der Grundschule Posthausen nicht nur gesungen, sondern mit Hand und Herz gelebt. Für das außergewöhnliche Engagement der Kinder, Lehrkräfte und Eltern für ihre Partnerschule in Kindia im westafrikanischen Guinea zeichnete der gemeinnützige Verein „Kinderwelten“ die Grundschule Posthausen gestern mit dem „Kinderwelten-Award“ und einem Preisgeld von 2000 Euro aus.

Mit dem „Kinderwelten-Award 2011“ zeichnete Vereinsvorsitzende Petra von Borstel (mit Mikro) gestern die Grundschule Posthausen für ihr Schulbau-Projekt im westafrikanischen Guinea aus. Mit den Kindern freuten sich (v.li.) Lehrer Hans Heitmann, Konrektorin Doris Benger-von Ahnen und Schulleiter Rainer Siefert. Dotiert war der Preis mit 2000 Euro. ·

© Foto: Holthusen

Mit dem „Kinderwelten-Award 2011“ zeichnete Vereinsvorsitzende Petra von Borstel (mit Mikro) gestern die Grundschule Posthausen für ihr Schulbau-Projekt im westafrikanischen Guinea aus. Mit den Kindern freuten sich (v.li.) Lehrer Hans Heitmann, Konrektorin Doris Benger-von Ahnen und Schulleiter Rainer Siefert. Dotiert war der Preis mit 2000 Euro. ·

Seit 2004 unterstützt die Grundschule die Schule in Kindia und leistet durch selbst erwirtschaftete Spenden finanzielle Hilfe zur Selbsthilfe bei Schul- und Brunnenbau, bei Ernährungs- und Gesundheitsprojekten an der afrikanischen Partnerschule, zu der Kinder und Lehrer engen Kontakt pflegen. An ihren regelmäßigen Kindia-Aktionstagen und in Projektwochen beschäftigen sich die Kinder immer wieder intensiv mit dem Leben und der Kultur in Afrika.

Und weil sie nicht nur dazu beitragen, dass Gleichaltrige in Afrika ihr Recht auf Schulbildung verwirklichen können, sondern auch zur Gesundheitsförderung der Familien in Kindia, erkannte die Jury von „Kinderwelten“ den Posthausenern in diesem Jahr den 1. Preis in der Award-Kategorie „Gesundheit“ zu, wie die eigens angereiste Vereinsvorsitzende Petra von Borstel gestern bei der feierlichen Preisverleihung verkündete.

Mit dem Award ehrt „Kinderwelten“ seit 2007 Kinder und Jugendliche, die sich über den Schulalltag hinaus sozial engagieren. Über 180 Bewerbungen waren dieses Jahr im Rahmen der bundesweiten Schulausschreibung eingegangen; 14 Schulen wurden als Preisträger und Gewinner von insgesamt 30 000 Euro ausgewählt – darunter die Grundschule Posthausen.

Durch die Förderung von Gesundheit, Bildung und Sozialkompetenz – mit dem Schwerpunkt, junge Menschen auf die Notwendigkeit des Teilens und des soziales Miteinanders aufmerksam zu machen – setzt sich der Verein „Kinderwelten“ nach eigenen Worten für die Verbesserung der Zukunftsperspektiven junger Menschen ein.

Vor diesem Hintergrund fand die „Kinderwelten“-Jury das Kindia-Schulprojekt der Grundschule Posthausen, mit dem die Kinder Verantwortung und Solidarität im globalen Kontext leben und erleben, besonders lobenswert und förderpreiswürdig.

Die Hälfte des Preisgeldes von 2000 Euro behält die Grundschule für eigene Anschaffungen – die andere Hälfte fließt, na klar, direkt nach Kindia. Zusammen mit den zuletzt erarbeiteten Spenden konnte die Schulgemeinschaft gestern im Rahmen der Schulfeier einen Scheck über insgesamt 3000 Euro an den Verein Kania überreichen. In Nachfolge des Oytener Rotary-Clubs kümmert sich der Kania-Verein, allen voran die ehemalige Posthausener Rektorin Hannelore Reibstein-Ehrhardt, um das Projekt in Kindia, das auf sechs Schulen anwachsen soll.

Sozialpreisverleihung und Scheckübergabe umrahmten Kinder und Lehrkräfte mit afrikanischem Tanz und Gesang in der mit internationalen Fähnchen und bunten Stoffen aus Kindia geschmückten Schulturnhalle. Zu dem Festakt waren neben Eltern auch der Ottersberger Bürgermeister Horst Hofmann und Ratsfrau Claudia Dieckhoff-Glatt als Schulausschuss-Vorsitzende eingeladen.

Für den großen Tag hatten die Zweitklässler mit Amakoe d’Almeida, Musikpädagoge am Bremer Überseemuseum, ein afrikanisches Trommel- und Tanzstück zum Thema Elemente einstudiert. Konrektorin Doris Benger-von Ahnen hatte sich in ihre aus Kindia mitgebrachte afrikanische Tracht gewandet, und Schulleiter Rainer Siefert zeigte Bilder aus dem Schul- und Alltagsleben in Kindia. Einen singenden „Regenbogen von hier bis Afrika“ spannte die 4a: „Alleine sind wir einsam, stark sind wir gemeinsam...“ · pee

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