Oyten - OTTERSBERG / BERLIN · In der Schule Französisch nach Lehrbuch und Stundenplan zu pauken, ist eine Sache. Eine ganz andere Herausforderung ist es, in der fremden Sprache an einem wissenschaftlichen Thema zu arbeiten und auf einem Kongress darüber mit anderen ins Gespräch zu kommen – auf Französisch, versteht sich.

© ksy
Ihr Projekt zum Thema erneuerbare Energien samt Vorführung eines Gegenwindfahrzeugs präsentierten Sechst- und Siebtklässler des Ottersberger Gymnasiums mit Lehrerin Pia Ulmer beim deutsch-französischen Wissenschaftsforum im Technikmuseum in Berlin.
Entsprechend erschöpft, aber ganz erfüllt von dem Geleisteten und Erlebten und natürlich stolz kehrten vier Schülerinnen und Schüler des Ottersberger Gymnasiums mit ihrer Französischlehrerin Pia Ulmer aus Berlin zurück. Als einzige Niedersachsen hatten die Siebtklässler Julius (12) und Kilian (13) und die Sechstklässlerinnen Fabienne (11) und Leandra (12) Ende Januar am deutsch-französischen Wissenschaftsforum teilgenommen, das das Deutsch-Französische Jugendwerk im Rahmen des „Internationalen Jahres der erneuerbaren Energien für alle“ veranstaltete. 30 Schülerprojekte zu den Themen erneuerbare Energien, Klimaforschung, Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Biodiversität sowie politische Aspekte wurden im Deutschen Technikmuseum in Berlin öffentlich ausgestellt.
Die interaktiven Arbeiten sollten sowohl die Besucher als auch die jugendlichen Aussteller ansprechen und zur aktiven Beteiligung und zur Kommunikation anregen. Junge Menschen aus Deutschland und Frankreich erhielten so die Möglichkeit, gemeinsam zu experimentieren und mit Forschern und Wissenschaftlern zu diskutieren.
Eine Möglichkeit, die Pia Ulmer für ihre begabten Schüler nicht ungenutzt lassen wollte: „Das ist mal eine Förderung der leistungsmäßigen Spitzen“, die sie als Anforderung, Auszeichnung und Belohnung gleichermaßen versteht. Ihre jungen Schülerinnen und Schüler – laut Ausschreibung war das deutsch-französische Wissenschaftsforum erst für Jugendliche ab Klasse 8 gedacht – hätten unglaublich viel Engagement und Teamgeist entwickelt, um ihr Ausstellungsprojekt vorzubereiten und zu präsentieren, lobte ihre ebenso engagierte Lehrerin und Projektleiterin.
Die Arbeit ihres örtlichen Energieversorgers stellten die Schüler an ihrem Stand beim Wissenschaftsforum in Berlin vor. Denn: „Für uns war es bedeutungsvoll zu erfahren, was in unserem Heimatort auf dem Gebiet der Energie getan wird, da wir der Generation angehören, die diesen Prozess der Entwicklung fortsetzen muss.“ Als Hingucker am Projektstand diente insbesondere die Vorführung eines selbst gebauten Gegenwindfahrzeugs, das durch einen Schaufelpropeller angetrieben wird.
Fünf Tage lang hielt sich das Schülerquartett in Berlin auf, begleitet und betreut von Pia Ulmer. Untergebracht war die Gruppe im Jugendgästehaus Central. Der „Projektauftritt“ im Technikmuseum wurde umrahmt von einem kleinen Kulturprogramm – samt Stadtführung „by night“, Besuch im Deutschen Bundestag mit Erklimmen der Reichstagskuppel sowie einem gemeinsamen Abschlussabend aller Wissenschaftsforums-Teilnehmer mit deutsch-französischen Kulturbeiträgen. Die Ottersberger trugen ein Quiz und bretonische Tänze zu dem Abend bei. · pee
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