Oyten - So ein Feuerwerk hatte bis gestern noch niemand im Oytener Rathaussaal gezündet: Hunderte von Kindern, Eltern, Lehrerinnen und Erzieherinnen ließen nur mit der lautstarken Kraft ihrer Hände, Füße und Stimmen Raketen und Heuler hochgehen, dass die Wände wackelten. Und damit war die Ausstellung „Buntes Kinderleben in Oyten“ dann auch wahrhaft stilvoll eröffnet – mit „Tamtam“, wie „Oberfeuerwerkerin“ Gudrun Schütte sagte.
Die Fachberaterin der Kindertagesstätten hatte zusammen mit Bürgermeister Manfred Cordes als Schirmherr die Bühne im wuseligen Saal geentert, um ein paar Begrüßungsworte zu sagen, bevor ein Kinderchor die Oytener Farbenlehre singend auf den Punkt brachte: „Im Land der Buntgemischten sind alle buntgemischt... Hier kannst du mit uns leben, wir reichen dir die Hand.“
Erstmals stellen die sechs Kindertagesstätten und die drei Grundschulen im Gebiet der Gemeinde Oyten zusammen mit dem Oytener Familienbündnis sich, ihre Arbeit und ihr Netzwerk in einer gemeinsamen Ausstellung im Rathaus dar. An kunterbunten Stellwänden mit Fotos, kurzen Texten und selbstgemalten Bildern und in Filmpräsentationen wird die ganze bunte Vielfalt von Kinderleben in den Bildungs- und Betreuungseinrichtungen sichtbar.
Mit großem Engagement und viel Kreativität haben die Kindertagesstätten Am Berg, Pestalozzistraße, St. Paulus, St. Petri, Bassen und Sagehorn sowie die Grundschulen Oyten, Bassen und Sagehorn ihre Präsentationen gestaltet, die bis zum 16. Februar zu sehen sind.
Bei der Ausstellung gehe es nicht darum, sich gegenseitig Konkurrenz zu machen, sondern im Gegenteil die bunte und reichhaltige Vielfalt der Einrichtungen und ihr Miteinander zu zeigen, erläuterte Kita-Fachberaterin Gudrun Schütte. In diesen sozialen Bereich fließe auch viel öffentliches Geld, „und hier kann man mal sehen, was damit gemacht wird“.
Das Interesse bei der Ausstellungseröffnung gestern Nachmittag war jedenfalls schon mal riesig. Saal und Foyer drohten fast aus den Nähten zu platzen und die Bassener Grundschulkinder, die bewundernswert gelassen Kuchen verkauften und Kaffee ausschenkten, hatten alle Hände voll zu tun.
Großer Andrang auch bei den Mitmachangeboten an den Ständen: Der Elektro-Experimentierkasten kam aus dem Piepen kaum noch heraus, die gefüllten Doppelflaschen zur Tornado-Erzeugung wurden ohne Unterlass geschüttelt, Seifenblasen schwebten endlos durchs Foyer und auch beim Kneten und Farbe pusten herrschte reges Kommen und Gehen. · pee
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