Oyten - „An so einem Tag geht es nicht anders, liebe Frau Bauermeister, als dass wir singen: ,Oh Happy Day’ – schön, dass Sie da sind!“, sagte Pastor Joachim Dallmeyer, rückte seine Gitarre zurecht und legte mit seinem Gospelchor freudig-beschwingt los.

© Foto: Holthusen
„Oh Happy Day“: Oytens neue Pastorin Hilke Bauermeister (3.v.re.) wurde gestern Nachmittag von Landessuperintendent Dr. Hans Christian Brandy (5.v.re.) in der ev.-luth. St.-Petri-Kirche ordiniert und in ihr Amt eingeführt. Der festlichen Zeremonie wohnten die beiden anderen Pastoren der St.-Petri-Gemeinde, Joachim Dallmeyer (li.) und Marcus Piehl (re.), bei sowie auch Kolleginnen und Kollegen aus benachbarten Kirchengemeinden und der katholischen Kirche in Oyten. ·
Zuvor hatte gestern Nachmittag in dem Festgottesdienst in der mit rund 200 Menschen gefüllten St.-Petri-Kirche Landessuperintendent Dr. Hans Christian Brandy die neue Oytener Seelsorgerin Hilke Bauermeister (35) feierlich als Pastorin ordiniert, die Berufsanfängerin damit für ihre geistliche Arbeit gesegnet und sie in ihr erstes Amt eingeführt. Bei der Zeremonie assistierten die beiden Pastoren der ev.-luth. St.-Petri-Gemeinde Oyten, Joachim Dallmeyer und Marcus Piehl, sowie Kirchenvorsteherin Ulrike Hoffmann und eine persönliche Freundin von Hilke Bauermeister. Posaunen-, Kirchen- und Gospelchor sorgten für einen würdigen musikalischen Rahmen.
Am Ende des Festgottesdienstes sprach Hilke Bauermeister zum ersten Mal den Segen über ihre künftige Gemeinde, in der sie offiziell ab 1. Februar für drei Jahre als Pastorin auf Probe tätig sein wird. Nach dem feierlichen Auszug aus der Kirche ging’s zum geselligen Kennenlernen ins benachbarte Gemeindehaus, wo sich das Buffet unter den gespendeten Torten bog, Hilke Bauermeister zur persönlichen Begrüßung unzählige Hände schüttelte und nochmal mit weiteren warmen Worten willkommen geheißen wurde.
Die Evangelische Landeskirche beorderte die 35-Jährige mit einer Dreiviertelstelle nach Oyten, nachdem Pastor Dallmeyer aus gesundheitlichen Gründen und auf amtsärztliches Anraten seine Tätigkeit auf eine halbe Stelle reduziert hatte. Seit der St.-Petri-Gemeinde 2008 eine von drei Pastorenstellen gestrichen worden war, hatte die Arbeitsbelastung für die verbliebenen Seelsorger naturgemäß zugenommen. Jetzt hat die Gemeinde unterm Strich zumindest eine Viertelstelle dazu gewonnen.
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