Ottersberg - In die Gespräche über den möglichen Bau eines Biomasseheizkraftwerks kommt wieder Bewegung. Seit Montagnachmittag sitzen ein potenzieller neuer Anlagenplaner, die Firma Buss als Energieabnehmer und die Gemeinde Ottersberg wieder an einem Tisch, um das ambitionierte Vorhaben doch noch zu realisieren. Das teilte Bürgermeister Horst Hofmann am Montagabend in der Sitzung des Ortsrates Ottersberg mit.
Nach fast zwei Jahren Stillstand, in denen die Beteiligten auf den falschen und am Ende abservierten bzw. abgesprungenen Investor gesetzt hatten, scheint das Vorhaben nun wieder Fahrt aufzunehmen. „In den nächsten vier Wochen wird es eine Entscheidung geben. Und ich glaube, dass die Aussichten, das Biomasseheizkraftwerk zu bauen, gut sind“, äußerte sich Hofmann optimistisch.
Danach beriet der Ortsrat über Anträge von Anwohnern, die sich verkehrsberuhigende Maßnahmen wünschen – zum einen auf der Verdener Straße und zum anderen im Bereich Lerchenweg/Kiebitzweg. Die jeweilige Situation nahm der Ortsrat jüngst vor Ort in Augenschein. Anwohner der Verdener Straße ärgern sich über die Raser an der Ortseinfahrt aus Richtung Ottersberg und fordern ein fest installiertes Blitzgerät.
Anders sieht die Situation am Kiebitz- und Lerchenweg aus, die Gemeindestraßen sind. „Das Aufstellen von Pollern wäre eine gute Maßnahme, um das Straßenprofil einzuengen“, regte Rebentisch an. „Wir könnten auch Feldsteine im Kreuzungsbereich aufstellen“, so Matthias Flau-Kolm (Grüne). Davon riet Bürgermeister Hofmann eindringlich ab: „Wenn ein Autofahrer auf den Feldstein fährt, bezahlen wir als Kommune seinen Schaden.“ Der Ortsrat votierte für die Poller.
Zum geplanten Bau des Gesundheitskompetenzzentrums im Kernort durch eine Bauherrengemeinschaft berichtete Hofmann: „Ich bin sicher, die Grundsteinlegung wird dieses Jahr passieren. Die Co-Finanzierung des Fleckens und die Zusicherung von EU-Mitteln stehen. Die Gemeinde muss noch die Bauleitplanung auf den Weg bringen und die Fläche von 3300 Quadratmetern an die Bauherrengemeinschaft verkaufen.“
Um im Falle des sportlichen Aufstiegs infrastrukturell für die Regionalliga gewappnet zu sein, braucht der TSV Otterberg, der mit der ersten Herren-Fußballmannschaft in der Oberliga spielt, einen regionalligatauglichen Spielort mit Platz für 2500 Zuschauer, getrennten Mannschaftskabinen und fester Fan-Trennung. Nun beschäftigte sich der Ortsrat mit dem Regionalliga-Konzept des TSV Ottersberg, das er erstmal nur zur Kenntnis nahm. „Dazu müssten wir den Platz zwischen Tennishalle und Straße ausbauen. Den Platz würde der TSV dann in Eigenregie unterhalten, da der Platz nur für den Fußballbetrieb bestimmt sein würde. Für einen symbolischen Wert würde die Gemeinde dem TSV den Platz auf 99 Jahre verpachten. Auch müsste eine Tribüne gebaut werden. Aber einige Fragen müssen noch geklärt werden“, schilderte Horst Hofmann. · woe
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