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Fischerhuder Modersohn-Museum feiert Richtfest an Erweiterungsgebäude

Ein Anbau wie gemalt

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Fischerhude - Von Petra HolthusenSeit dem ersten Spatenstich Ende Juli sorgt die Baustelle am Otto-Modersohn-Museum munter für Gesprächsstoff: „Erst hieß es, wir bauen ein Schwimmbad, dann wurde was Modernes in Beton geargwöhnt“, schmunzelte Antje Modersohn. Nach zwei Monaten ist nun unverkennbar, was vor dem L-förmigen Museumsensemble wächst: Der dritte Erweiterungsbau in Fachwerkbauweise, an dem am Donnerstagnachmittag Richtfest gefeiert wurde.

Mit dem Aufziehen des Richtkranzes aus Eichenlaub und dem traditionellen Segensspruch der Zimmerleute feierte das Fischerhuder Otto-Modersohn-Museum Richtfest an seinem Erweiterungsbau. Das Gerüst bildet eine alte Fachwerkscheune. ·

© Foto: Holthusen

Mit dem Aufziehen des Richtkranzes aus Eichenlaub und dem traditionellen Segensspruch der Zimmerleute feierte das Fischerhuder Otto-Modersohn-Museum Richtfest an seinem Erweiterungsbau. Das Gerüst bildet eine alte Fachwerkscheune. ·

Und das unter strahlend blauem Himmel mit einer großen Schar von Gästen, die sich im Anschluss an das Aufziehen des Richtkranzes und den Segensspruch der Zimmerleute unter den alten Eichen zu einem Gartenfest zusammenfanden. Dazu begrüßte die gastgebende Familie Modersohn die Handwerker um Bauleiter Heiko Szczesny, Freunde und Förderer der Gesellschaft Otto-Modersohn-Museum sowie Vertreter des öffentlichen Lebens, darunter auch Bürgermeister Horst Hofmann.

Wie die bisherigen drei Fachwerkgebäude des Museumsensembles in der Fischerhuder Bredenau wurde auch das vierte am Originalplatz abgetragen und zunächst eingelagert, um das Grundgerüst nun als neuen Museumsteil wieder aufzubauen und als Ausstellungsraum zu gestalten. Damit vergrößert das familiengeführte Museum seine knapp gewordene Präsentationsfläche um etwa ein Drittel.

Erworben hatten Modersohns die Fachwerkscheune von Küsels in der Nachbarschaft. Nahtlos passt sich die jüngste Erweiterung, die über einen Gelenkbau mit dem Bestand verbunden ist, in das bauliche und landschaftliche Gesamtbild in den Wümmewiesen ein.

Die große bauliche Herausforderung des Projekts war die Unterkellerung, um Archivraum zu schaffen. Dafür war eine Grundwasserabsenkung nötig: Drei Wochen lang wurde Wasser aus der Baugrube gepumpt. Tag und Nacht mussten Modersohns die Pumpen im Auge behalten, die nicht ins Stocken geraten durften. Aber alles klappte wie gemalt, „und wir liegen sehr gut im Zeitplan“, so Antje Modersohn.

Gleichzeitig erhält das fast 40 Jahre alte Museum am Haupteingang einen Vorbau, der, ebenfalls in Fachwerkbauweise, als große Garderobe und vor allem als Klimaschleuse dient.

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