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Katze „Wuschi“ Opfer von Tierquälern?

Mit Schlinge um den Hals in einem Graben in Hagen-Grinden tot aufgefunden / Polizei stellt keine Gewalteinwirkung fest

Katze „Wuschi“ Opfer von Tierquälern?

013.04.10|Langwedel|Langwedel|
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Artikel: Katze „Wuschi“ Opfer von Tierquälern?

Hagen-Grinden - (mm) · Mit einer Schlinge um den Hals fanden Bernd und Katrin Meyer unweit ihres Hauses in Hagen-Grinden ihre Katze leblos vor. „Wuschi“ lag tot in einem Graben neben dem Burwischdamm. Das Ehepaar geht von Tierquälerei aus und erstattete am Wochenende Anzeige bei der Polizei. Wahrscheinlich sei die alte Katze angeleint worden und eines natürliches Todes gestorben, heißt es dagegen von Seiten der Polizeistation Langwedel.

Mit diesem dünnen Strick um den Hals lag die Katze tot neben einem Wirtschaftsweg in Hagen-Grinden.

Mit diesem dünnen Strick um den Hals lag die Katze tot neben einem Wirtschaftsweg in Hagen-Grinden.

Fest steht, dass „Wuschi“ für „Samtpfoten“ ein biblisches Alter erreicht hatte. 18 oder 19 Jahre alt sei sie gewesen, sagt Katrin Meyer, die seit 15 Jahren zusammen mit ihrem Mann auf einem Hof in Hagen-Grinden lebt.

Zwei oder drei Wochen lang habe sie das Tier nicht mehr gesehen gehabt. Doch nun habe sie etwa 50 Meter hinter dem Haus leider die „grausige Entdeckung“ machen müssen.

Die vornehmlich weiße und an Kopf, Rücken und Schwanz dunkelgraue „Hofkatze“ sei menschenscheu und überwiegend nachtaktiv gewesen. Sie habe sich nicht anfassen lassen, sagt Meyer. Auch hätten Fremde sie kaum mit Futter anlocken können. Deshalb glaubt die Hagen-Grindenerin, dass einer von der schlimmen Sorte der „professionellen“ Tierfänger und -quäler, „die ja schon häufiger im Flecken Langwedel ihr Unwesen getrieben haben sollen“, ihre Katze erwischt und später stranguliert hat.

Es deute nichts darauf hin, dass sie sich versehentlich in der Schlinge verfangen und erdrosselt habe, berichtet Katrin Meyer. „Erstens war die Schlinge nicht so eng, dass sie die Luft abschneidet, zweitens hing die Leine nirgends fest.“

Die Polizei Langwedel kommt zu einem anderen Ergebnis. Die Geschichte von den Tierfängern, die auch im Flecken ihre Opfer suchten, sei ein „immer wieder verbreitetes Märchen“; schon seit langem habe die Station keinen derartigen Fall mehr registriert, erklärte gestern ein Beamter auf Nachfrage.

Die Untersuchungen legten nahe, dass die Katze von einer noch unbekannten Person an die Leine genommen und ausgeführt worden sei und dabei aus Altersschwäche das Zeitliche gesegnet habe. „Sie hatte einen dünnen Strick um den Hals, der als Ausgehleine gebunden war“, stellte der Polizist fest.

Katrin Meyer kann darüber nur den Kopf schütteln. „Wuschi“ sei viel zu scheu gewesen, um etwa von Kindern ausgeführt zu werden. Sie bleibt dabei: „Die muss jemand mutwillig eingefangen haben.“

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