Langwedel (mm) · Alle im Flecken Langwedel sind für die Oberschule. Nach dem Vorstand der Goldbachschule, dem Lehrerkollegium, der Eltern- und Schülervertretung dort sprachen sich am Mittwoch auch sämtliche Fraktionen des Gemeinderats im Schulausschuss für die rasche Einführung des neuen Modells aus.

Mit Tempo der neuen Schulform entgegen: Die Goldbachschule ist schon in wenigen Monaten eine Oberschule.
Schon im August, mit dem Beginn des neuen Schuljahrs, soll es losgehen. Die Haupt- und die Realschule werden dann zur Oberschule zusammengefasst. Und diese wird nach Angaben von Hauptamtsleiter Rolf Korb als sogenannte teilgebundene Ganztagsschule an den Start gehen. Soll heißen, die Schülerinnen und Schüler sind auch an zwei Nachmittagen in der Woche fest in der Schule, was vom Land Niedersachsen bezahlt wird. Für einen dritten Nachmittag soll über Vereine und weitere interessierte Akteure ein freiwilliges Angebot zusammengestellt werden.
Allerdings fehlt eine Mensa in der Goldbachschule. „Solange die noch nicht da ist, müssen wir uns mit Übergangslösungen, was das Mittagessen angeht, behelfen“, informierte Korb. Die „wichtige warme Mahlzeit“ zwischendurch wäre laut dem stellvertretenden Verwaltungschef etwa im nahen Seniorenheim am Spiridonweg zu bekommen, 40 Kinder könnten dort beköstigt werden. Was wohl mehr als ausreichen würde, denn in anderen Gemeinden besuchten gerade mal kaum 15 Prozent der Schüler die Mensa.
Die neue Schulform samt Ganztagsbetrieb wird den Flecken nach Angaben von Korb pro Jahr „rund 100 000 Euro zusätzlich kosten“. Auf fünf bis zehn Millionen Euro beziffert er die anstehende Sanierung oder den Neubau des Schulzentrums, in deren Zuge auch die Mensa entstehen soll. Demnächst werde ein Architekturbüro eine Machbarkeitsstudie dazu erarbeiten.
Auf Antrag der CDU und vom Ausschuss einhellig unterstützt, wird die Gemeinde demnächst noch eine genaue Auflistung der auf die Gemeinde zukommenden Kosten liefern. Das betrifft auch das Angebot freier Träger für die Ganztagsschule.
Schulleiter Rolf Bartels warb im Ausschuss noch mal nachdrücklich für die Oberschule. Denn diese biete gegenüber der Haupt- und der Realschule „einige Vorteile“. So stünden mehr Stunden für das Vermitteln von Lern-, Sozial- und Medienkompetenz zur Verfügung. Vor allem aber würden die Haupt- und Realschüler fortan ab Klasse 5 im Klassenverband unterrichtet und trotzdem durch unterschiedliche Lernmethoden, Hausaufgaben und Klassenarbeiten, je nach Leistungsstärke, differenziert behandelt. „Wir haben viele Lehrkräfte, die das leisten können“, betonte Bartels. Hauptschüler müssten sich so nicht länger, wie es jetzt der Fall sei, als Schüler zweiter oder gar dritter Klasse ansehen.
So zeigte sich am Ende Petra Schütte (CDU) „voll und ganz vom Konzept Oberschule überzeugt“. Wolfgang Ewert (SPD) sah im „integrativen Ansatz“ den „richtigen Weg“. Alle könnten so besser gefördert und gefordert werden, meinte Heike Schmitz (WGL), und Siegfried Schmidt (UBL) lobte den Einsatz von Bartels und dem Kollegium für die neue kleine Gesamtschule.
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