Dörverden - Derzeit machen sich wieder viele junge Menschen Gedanken darüber, welchen Berufsweg sie einschlagen sollen. Das hat die kreiseigene Senioreneinrichtung Haus am Hesterberg dazu motiviert, bei den älteren Schülern der Oberschule Dörverden für die hauswirtschaftlichen und pflegerischen Ausbildungsberufe zu werben.

© Foto: Niemann
Im Bereich der Schulsozialarbeit an der Oberschule Dörverden hat die Vorbereitung auf die Berufsausbildung der Schüler eine große Bedeutung. Eine informative „Berufsberatung“ gestalteten (v. l.) Anke Bening, Kerstin Meyer, Saskia Focke, Lena Klassen und Julia Brunke. ·
Beim von Schulsozialarbeiterin Julia Brunke organisierten Besuch der 9. und 10. Hauptschulklassen haben Pflegedienstleiterin Kerstin Meyer, die stellvertretende Hauswirtschaftsleiterin Anke Bening sowie die Auszubildenden Saskia Focke (Altenpflege) und Lena Klassen (Hauswirtschaft) beide Berufe umfassend vorgestellt, über die Ausbildungsvoraussetzungen informiert und ihre persönlichen Eindrücke geschildert.
„Pflege bedeutet, den alten Menschen etwas Schönes zu geben. Und man bekommt ganz viel zurück.“ Aus dem Mund der erst 18-jährigen Saskia Focke klingen diese Worte ungewöhnlich, aber sie kommen von Herzen. Die junge Frau strahlt, während sie den kaum jüngeren Schülern von ihrer Ausbildung, vom täglichen Umgang mit den alten Menschen berichtet, von denen fast jeder spezielle Pflege und Betreuung benötigt. Denn genau dazu fühlt sich Saskia Focke berufen – und nicht zu einer Ausbildung im Büro, wie sie immer noch die meisten Jugendlichen anstreben.
„Meine Mutter hat meinen Opa gepflegt. Das hat mich auf den Gedanken gebracht“, berichtet sie. Im Haus am Hesterberg fühlt sie sich wohl und im Kreis der Kollegen trotz ihrer Jugend gut angenommen.
Ähnlich rosig sieht es auch für Hauswirtschafterinnen aus, dem Traumberuf von Lena Klassen. Die junge Frau im dritten Lehrjahr ist rundum zufrieden in ihrem Beruf. Anke Bening spricht auch die Vorurteile hinsichtlich der Hauswirtschaft an. „Leider denken immer noch viele, dass es in der Hauswirtschaft in erster Linie ums Putzen geht. Dabei ist das gar nicht der Fall.“ Hauswirtschafterinnen sind gut ausgebildete und hoch qualifizierte Fachkräfte mit Perspektiven, guten Verdienstmöglichkeiten und sehr guten Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Sie managen einen Haushalt und arbeiten dort, wo Menschen professionell betreut werden.
Dem Quartett vom Haus am Hesterberg hat es jedenfalls Spaß gemacht, sich als Berufsberater einzubringen. Die lebendige Schilderung der Berufsfelder hat bei einigen Schülern Interesse geweckt. Sie wollen nun im Rahmen von Praktika feststellen, ob der Bereich Hauswirtschaft beziehungsweise Altenpflege für einen Ausbildungsberuf infrage kommen könnte. · nie
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