017.02.10|Dörverden|1 Kommentar
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Neddenaverbergen - (wb) · Auf kräftigen Gegenwind können sich die Befürworter weiterer und größerer Windkraftanlagen in Neddenaverbergen und den umliegenden Ortschaften einstellen. Am Montagabend hat sich WINKA gegründet. Dahinter verbirgt sich der „Verein zur Förderung der Vereinbarkeit von erneuerbaren Energien und Wohnqualität in Neddenaverbergen, Kükenmoor, Verdenermoor und Armsen“.

Wolfgang Bahlmann.
Das Interesse an der Gründungsversammlung im Hotel „Zur Linde“ war enorm. 75 Personen waren gekommen, am Ende gab es nicht mehr einen freien Stuhl. Die Sorge der Bürger, dass an ihnen vorbei entschieden werden könnte, ist augenscheinlich groß und die Pläne der Investoren schon so konkret, dass sie diese bei einer früheren Bürgerversammlung bereits erläutert hatten. 66 Personen unterschrieben nach einer kurzen Erläuterung der Problematik und Verlesung der Satzung durch Heino Schröder die Beitrittserklärung.
230 bis 240 Meter hohe Anlagen sind im Gespräch, die vorhandenen messen derzeit 70 Meter könnten aber noch entsprechend aufgestockt werden. „Die Fundamente sind dafür geeignet“, erklärte Schröder, der später zum Beisitzer gewählt wurde. Den Höhenunterschied und die andere Ausführungsweise, mit rot gekennzeichneten Flügeln und Blinklichtern, verdeutlichte ein Modell auf dem Vorstandstisch.
Er habe sich damals mit für die derzeit bestehenden Windräder stark gemacht, aber der Gemeinde seinerzeit auch das Versprechen abgenommen, dass es dort keine höheren Anlagen geben werde, sagte Schröder. Dass es noch gilt, glaubt er nicht mehr. „Wenn wir keine Gegenmaßnahmen ergreifen, wird es zur Erweiterung kommen“, prognostizierte er und sparte nicht mit Kritik an der sich bedeckt haltenden Politik. Schröder betonte aber auch, dass man nicht die betreffenden Grundstückseigentümer – einige sollen anwesend gewesen sein – angreifen wolle, sondern aus Gründen des Selbstschutzes aktiv werde, um die Wohn-
Wolfgang Bahlmann wurde zum Vorsitzenden gewählt. Vielen ist der Neddenaverbergener nicht so bekannt, wie die übrigen Vorstandsmitglieder. Er lebt mit seiner Familie seit 1989 in Nedden und war als Vorstandsmitglied bei einem größeren Unternehmen tätig. Bahlmann bezweifelte die Aussagen einer Fragebogenaktion zum Thema Windkraft. „Die Bögen haben nicht alle Haushalte erreicht“, wusste er.
In den nächsten Schritten werde man den Verein eintragen lassen, dann das Gespräch mit Politik, Landkreis und Gemeinde suchen, erklärte Bahlmann und stellte unmissverständlich klar: „Wir lassen uns nicht für dumm verkaufen.“
Gerold Rosendahl aus Verdenermoor wurde zum zweiten Vorsitzenden, Birgit Steyer aus Neddenaverberen zur Schriftführerin und Fabian Schossow aus Armsen zum Kassenwart gewählt. Als Beisitzer fungieren neben Schröder noch Marcel Müller und Thomas Brüns, beide aus Nedden. Alle Wahlen erfolgten einstimmig.
Immer wieder gab es Applaus während der sehr sachlich geführten Gründungsversammlung. Hauptziel ist es, eine Erweiterung und Erhöhung der vorhandenen Windkraftanlagen zu verhindern, aber auch den Erhalt touristischer Attraktivität und des Naherholungswertes durch Schutz von Flora und Fauna hat man sich auf die Fahnen geschrieben. Dabei hofft man auf viele Mitstreiter. „Eintrittserklärungen sind noch zur Genüge vorhanden“, hieß es. Interessenten können sich an die Vorstandsmitglieder und Beisitzer wenden. Der Jahresbeitrag beträgt zehn Euro.
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17.02.10 meint Hermann Ramme (anonym)
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