Dörverden - Wer sich von Beate Krüger verabschieden möchte, sollte sich sputen. Heute Nachmittag, ab 14 Uhr, hat das Café „Zum Anker“ noch einmal geöffnet. Morgen ist Schluss. „Ich habe einen guten Grund, das Café nach 17 Jahren zu schließen“, erklärt die 60-Jährige. „Die Liebe.“

© Foto: Raczkowski
Leinen los und Anker lichten: Cafébesitzerin Beate Krüger möchte mit ihrem Partner Bernd Siepen ein neues Kapitel aufschlagen und nach Wunstorf ziehen. ·
Gemeinsam mit ihrem mittlerweile verstorbenen Mann betrieb Beate Krüger vor der Eröffnung des „Ankers“ viele Jahre das Verdener Fahrgastschiff auf der Aller. Das machte den beiden viel Freude, war aber auch anstrengend. „Wir wollten dann irgendwann kürzer treten, haben deshalb dieses Gebäude gekauft.“ In der alten Volksbankfiliale an der Diensthooper Straße schufen die Eheleute ihr Café „Zum Anker“. Aber das Glück währte nicht lang: Nach nur zwei Jahren in Dörverden starb Beates Ehemann nach einer Herzoperation.
Die Wirtin gab nicht auf, und mit Hilfe ihrer Tochter und guter Freundinnen konnte sie den Cafébetrieb weitere 15 Jahre lang aufrechterhalten. Die treuen Gäste, unter ihnen Vereine und Verbände, wussten die familiäre Atmosphäre „bei Beate“ zu schätzen.
Dass sich kurzfristig ein geeigneter Käufer für das Gebäude gefunden hat, beschleunigte die Entscheidung von Beate Krüger, nach Wunstorf zu ziehen. Über die Pläne des Käufers will sie keine Auskunft geben. „Das ist ja auch nicht mehr meine Sache. Ein Café wird es jedenfalls nicht werden.“ Deswegen lädt sie für Sonnabend, 18. Februar, 10 bis 16 Uhr, zur Café-Auflösung ein. Dann können Interessierte Teile der Ausstattung käuflich erwerben.
„Ich hoffe auf das Verständnis meiner Gäste für diese Entscheidung“, so Krüger. „Auch meine Freundinnen sind zwar etwas traurig, aber vor allem freuen sie sich für mich.“ · rei
Facebook 'Like Box' wird geladen...

Bestimmen Sie auf der Karte die Region, aus der Sie Nachrichten angezeigt bekommen möchten.



Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.