Achim - Quälend lange, fast über vier Stunden, zogen sich am Dienstag die Beratungen über den Achimer Schulhaushalt 2012 hin. Nach den Vorgaben der Stadtverwaltung sollten zehn Prozent des Budgets, immerhin 114 000 Euro, „querbeet“ eingespart werden. Dieses Ziel erreichte der Schulausschuss nicht. „Aber Sie haben hier sehr ernsthaft gerungen“, lobte Agnes Gerken-Lüllmann, Leiterin der Grundschule Baden, am Ende die Feierabendpolitiker.
Fast alle sprachen sich dagegen aus, mit der „Rasenmähermethode“ zu kürzen. „Punktuelle Einschnitte“ schadeten weniger, hieß es.
Finanziell gewonnen war damit nach stundenlangem Hin und Her noch nichts. So schlug Ausschuss-Vorsitzende Anne Quillfeldt (SPD) vor, „für alle Schulen die drei Sachkonten zusammenzufassen und es den Schulen zu überlassen, kontenübergreifend zehn Prozent einzusparen“. Was knapp abgelehnt wurde.
Eine klare Mehrheit fand der Antrag von Gabriele Sommer (Grüne), die Subventionierung des Mittagessens mit 1,05 Euro pro Portion einzustellen. Wie im Kindergarten sind damit 2,05 Euro zu zahlen. Den bisherigen Zuschuss sollen lediglich noch Sozialgeld-Empfänger erhalten.
Weiter sollen geplante Sachausgaben wegfallen. So bekommt die Grundschule Baden keine neuen Fußbodenbeläge (12 500 Euro), die Realschule keine interaktiven Tafeln (10 000 Euro), die Astrid-Lindgren-Schule kein neues Gestühl für die ersten Klassen (9 000 Euro). Und auch 10 300 Euro für sozialpädagogische Betreuung nachmittags in der Ganztagsschule werden eingespart. · mm
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