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Migranten tauten auf und freuten sich

„Offene Tür“ der Fachhochschule mit interessantem Vortrag

Migranten tauten auf und freuten sich

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Ottersberg - (kr) · „Wir waren angetreten, um mit Migranten künstlerisch zu arbeiten, ihnen die Möglichkeit zu geben, sich auszudrücken und miteinander bekannt zu machen. Es ist uns gelungen. Im Nachhinein weiß ich nicht mehr genau, wem das Projekt am meisten gut getan hat: Uns oder den Migranten?“

Dieses erstaunliche Fazit zogen Ellinor Balbach und Shirin Sayarinejad, Studentinnen im siebten Trimester der Theaterpädagogik, beim Tag der Offenen Tür an der Fachhochschule Ottersberg. Mit ihrem Vortrag über ein zweiwöchiges Projekt im oldenburgischen Kloster Blankenburg begeisterten sie ein breit gefächertes Publikum. Das Kloster dient als Flüchtlingslager für Migranten aus unterschiedlichsten Ländern.

Ihr interdisziplinär angelegtes Projekt mit skulptureller Kunst, Rhythmus und Tanz hatten die Studentinnen „In-Dance-Out“ betitelt.

Mit einem Auftritt im Oldenburger Kulturzentrum „Alhambra“ fand es als Performance und Ausstellung am 14. September seinen Abschluss. Dabei zeigten die Teilnehmer die Ergebnisse ihres interkulturellen Austauschs über expressive Ausdrucksformen und forderten die Zuschauer auf, daran teilzunehmen.

„Es ist uns gelungen, innerhalb von zwei Wochen trotz hoher Teilnehmerfluktuation eine Gruppe zu bilden und zu leiten, die von Zusammenhalt und Vertrauen geprägt wurde und auf nonverbalem Wege Kommunikation und Verständnis füreinander schaffte“, erklärte Ellinor Balbach.

Auch ohne die jeweiligen Sprachen der Migranten zu sprechen, sei es in der Regel gelungen, sich auf einem Wege zu verständigen, der allen Spaß machte und dafür sorgte, dass man sich menschlich näher kam. Shirin Sayarinejad hielt alle Schritte des Projektes auch auf Fotos fest.

Spontaneität und Flexibilität seien gefragte Eigenschaften bei den Leiterinnen gewesen: „Ohne das wäre es ein steifes, unpersönliches Abhandeln des Projektes geworden. So hatten wir viele schöne Momente, in denen sich vorher eher unzugängliche Menschen öffneten, locker wurden und ihre Freude zeigten. Vor uns hatte keine der Mitmacher je etwas mit Kunst zu tun gehabt“, erläuterte Ellinor Balbach.

Vor und nach dem Vortrag am Tag der offenen Tür in Ottersberg drängelten sich zahlreiche Besucher um den großen Infostand, suchten Gespräche mit Dozenten und Professoren, besichtigten Mensa und Ateliers der Fachhochschule. Ein Gesprächsforum mit Dozenten und Studenten ging einher mit Mappenberatungen und Beurteilungen von Bewerbungsunterlagen für künftige Studenten.

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