Die Kulturnation gefördert

Unternehmer Hermann Wiebe erhielt im Kanzleramt das Bundesverdienstkreuz

Die Kulturnation gefördert

127.10.09|AchimFacebook
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Achim - LANDKREIS/BERLIN (mb) · Hohe Auszeichnung für den 73-jährigen Unternehmer Hermann Wiebe aus Dörverden: Aus der Hand von Kultur-Staatsminister Bernd Neumann erhielt er gestern Abend im Bundeskanzleramt das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Gestern Abend im Bundeskanzleramt: Kultur-Staatsminister Bernd Neumann (li.) zeichnet Unternehmer Hermann Wiebe für seine Verdienste um die Kultur und Menschlichkeit aus.

Gestern Abend im Bundeskanzleramt: Kultur-Staatsminister Bernd Neumann (li.) zeichnet Unternehmer Hermann Wiebe für seine Verdienste um die Kultur und Menschlichkeit aus.

Im Wesentlichen sind es die großen Verdienste um die Förderung der Kultur und sozialer Vorhaben, die zu der besonderen Ehrung des Dörverdeners geführt haben, der in der fünften Generation die Unternehmensgruppe H.F. Wiebe führt mit heute 1250 Mitarbeitern, davon 1000 in Deutschland und 250 in Osteuropa.

Die 1846 gegründete Firma mit Sitz in Dörverden ist seit Jahren auch in Achim mit einem großen bedeutenden Betrieb im Gewerbepark vertreten, der wiederholt von Politikern, auch der Bundeskanzlerin und dem Verkehrsminister, besucht worden ist. Das Spektrum der Unternehmensgruppe umfasst Hoch- und Ingenieurbau, Tunnelbau, Bausanierung und vor allem Gleisbautechnik mit der Entwicklung von faszinierenden Gleisbaumaschinen. Beim Bau, Umbau und bei der Instandhaltung von Gleisanlagen, der Errichtung von Bahnsteigen und Bahnhöfen ist Wiebe meist dabei.

Der auch in Sachsen erfolgreiche Unternehmer hat den Wiederaufbau der Frauenkirche in Dresden gefördert, dort Familien seiner Mitarbeiter nach der Flutkatastrophe unterstützt, in seiner Heimatgemeinde Dörverden die H.F. Wiebe-Stiftung gegründet, die in allen Bereichen von der Jugend- und Altenhilfe bis zum Naturschutz und der Denkmalpflege das Gemeinwohl unterstützt. Dörverdener Bauten wie die Kirche die Friedhofskapelle, das Schützenhaus/Dorfgemeinschaftshaus, der Hansbur-Hof und die Löns- Hütte im Westenholzer Bruch haben von ihm bedeutende finanzielle Zuwendungen erfahren.

Der Unternehmer, dessen Firma während des Dritten Reiches auch Zwangsarbeiter beschäftigt hatte, hat sich auch in der Stiftungsinitiative der deutschen Wirtschaft „Gegen das Vergessen“ engagiert und sich seiner Verantwortung gestellt.

Die hohe ethische Verantwortung bei der Führung seines Unternehmens sei auch Grundlage seines Engagements als Staatsbürger für die Kultur in diesem Lande, bescheinigte ihm gestern Kulturminister Bernd Neumann. Persönlichkeiten wie Wiebe seien unverzichtbar für die Kulturnation Deutschland. CDU-Bundestagsabgeordneter Reinhard Grindel, bei der Feierstunde im Bundeskanzleramt zugegen, kommentierte: „Er ist ein Mäzen im besten Sinne des Wortes, weil er gerne im Stillen hilft und dafür keine Gegenleistung erwartet.“

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