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Jeder Zweite fuhr zu schnell

Rennfahrer und Elefantenrennen

Jeder Zweite fuhr zu schnell

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Landkreis - · „Jagdszenen“ im Straßenverkehr sind heutzutage keine Seltenheit mehr. Manche Autofahrer geben sogar unumwunden zu, sich im Straßenverkehr auszuleben oder abzureagieren. Dadurch bringen sie sich und andere zum Teil sogar in Lebensgefahr.

Erst kürzlich lieferten sich zwei Fahranfänger mit ihren getunten Autos ein illegales Autorennen in der Verdener Innenstadt. Dabei erreichten sie innerorts Geschwindigkeiten von über 120 Stundenkilometern - nicht ahnend, dass sie von einem zivilen Streifenwagen der Polizei verfolgt wurden.

Auf der Autobahn bei Oyten starb kürzlich ein 60-jähriger Klein-Lkw-Fahrer, weil er den Sicherheitsabstand zum Vordermann nicht eingehalten hatte. Es sind Situationen wie diese, die Polizisten im Hinterkopf haben, wenn sie ihre Geschwindigkeits- und Abstandskontrollen vornehmen.

▪ Polizeikontrolle

▪ auf Autobahn

Von 94 Autofahrern, die jetzt auf den Autobahnen im Landkreis Verden überprüft wurden, waren mehr als die Hälfte zu schnell. 47 Fahrer werden einen Teil ihres Weihnachtsbudgets an die Bußgeldstelle abtreten müssen. Zehn werden demnächst für eine Zeit lang wieder zu Fuß gehen dürfen. Sie waren mehr als 41 km/h zu schnell und müssen ihren Führerschein daher für mehrere Wochen in amtliche Verwahrung geben.

Den „Vogel“ schoss ein 35-jähriger BMW-Fahrer ab, der in einer 120er-Zone der A 27 mit 213 „Sachen“ unterwegs war. Auch nach Verlassen der Autobahn fiel der Fahrer durch seine halsbrecherische Fahrweise auf.

In einem auf auf 50 Stundenkilometern begrenzten kurvigen Straßenstück wurde er mit 130 gemessen - bis er von der Polizei gestoppt werden konnte. Ihn hatte der „schnittig“ aussehende Zivilwagen der Polizei gereizt. Ein 42-jähriger BMW- Fahrer wurde mit 184 statt der erlaubten 120 Kilometer pro Stunde gemessen.

Und auch die notorischen Drängler nahmen die Polizisten ins Visier. Gegen zwei Fahrer mussten Strafverfahren wegen Nötigung eingeleitet werden, weil sie ihren Vorderleuten auf der Autobahn derart nahe kamen, „dass sie ihnen schon fast in der Kofferraum krochen“, wie es ein Beamter formulierte.

Sein Bußgeld an Ort und Stelle berappen musste ein 43-jähriger Brummi-Fahrer aus Dänemark, der sich mit einem Kollegen ein „Elefantenrennen“ lieferte und dabei zumindest aus rechtlicher Sicht den Kürzeren zog. Die 430 Euro, die er für die Unterschreitung des Sicherheitsabstandes bezahlen musste, sollen das gegen ihn eingeleitete Bußgeldverfahren sicherstellen, wenn er bereits wieder zu Haus in Dänemark ist.

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