Achim - Von Michael Mix„Wir leben in einer guten Zeit“, betonte Friedrich-Otto Ripke gestern beim Neujahrsempfang der Achimer CDU.

© Foto: Mix
Christdemokraten aus Stadt und Kreis lauschten der Ansprache, aber auch andere Gäste.
Angesichts von Kriegen und Naturkatastrophen in anderen Teilen der Welt seien die Dioxin- und die Ehec-Krise, die voriges Jahr hierzulande zu schaffen gemacht hätten, vergleichsweise harmlos, erklärte der Staatssekretär im niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung im gut gefüllten Saal des Gasthauses „Zur Linde“.
Die Vielzahl der vom Achimer CDU-Vorsitzenden Rüdiger Dürr begrüßten Vorsitzenden von örtlichen Vereinen und Leiter von Einrichtungen zeige, dass der Zusammenhalt in der Gesellschaft funktioniere. 40 Prozent der Niedersachsen über 40 engagierten sich ehrenamtlich, erwähnte Ripke in diesem Zusammenhang, „damit liegt Niedersachsen auf Platz eins in Deutschland“.
Doch der Mensch sollte nicht immer nur nach der Spitze schielen. „Gönnen wir uns auch mal eine Schwäche!“, überbrachte der protestantische Kirchenvorsteher aus dem Heidekreis seine „christliche Botschaft“.
Andererseits zitierte Ripke John F. Kennedy mit dem Satz: „Einen Vorsprung hat der, der anpackt, wenn andere noch reden“. Die mit im Raum sitzende Annameta Rippich, Vorsitzende der Landfrauen in Achim und im Landkreis, sei dafür ein gutes Beispiel, lobte er.
Staatssekretär Ripke berichtete von zuletzt „deutlich gestiegenem Interesse“ von Privatleuten am Ankauf von Wald und anderen Flächen im Eigentum des Landes. Trotz dieser Tendenz zu Sachwerten sei der Euro aber sicher, beruhigte er.
Nur noch elf Prozent seines Einkommens gebe der Deutsche für Lebensmittel aus. Die von Landwirten meist mühsam erzeugten Güter „sollten wir alle mehr wertschätzen“, forderte der Agrar-Fachmann.
Bundestagsabgeordneter Andreas Mattfeldt pries Achim als „Erfolgsmodell“. Mit vier Prozent Arbeitslosigkeit herrsche praktisch „Vollbeschäftigung“.
„Den Euro wird es auch in Jahrzehnten noch geben“, versicherte das Mitglied des Bundestags-Haushaltsausschusses. Kanzlerin Merkel gelinge es mit ihrer „zähen Krisen-Diplomatie“, die 17 Euro-Länder unter einen Hut zu bringen.
Bundespräsident Wulff habe „sicher nicht alles richtig gemacht“, schnitt Mattfeldt zum Schluss noch d a s Thema der letzten Wochen an. „Aber es gibt auch eine große Hetze der Medien“, beklagte der Langwedeler. Dabei seien es doch gerade Journalisten, die zum Beispiel bei Reisen oft genug Vorteile in Anspruch nähmen.
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