729.06.10|Achim|5 Kommentare
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Achim - Von Sven MarquartACHIM · Jürgen Meyer ist sauer, stinksauer. Ein Brief an seine Verlobte Bianca Jablonski hat das Blut des Achimers so richtig in Wallung gebracht. Der Inhalt: Eine Zahlungsaufforderung der Webtains GmbH über 96 Euro. Angeblich habe Bianca Jablonski am 19. Mai dieses Jahres einen kostenpflichtigen Zwölf-

Die dreiste Zahlungsaufforderung von Webtains macht Jürgen Meyer mächtig wütend.
„Weder ich noch Bianca waren jemals auf dieser Internetseite – für das Geld würde ich mir doch ein Navigationsgerät kaufen!“, schäumt Jürgen Meyer. Auch Bianca Jablonskis 15-
Denn die Masche ist nicht neu, aber immer noch erfolgreich: „Das Prinzip basiert zunächst auf einer Täuschung, auf der dann eine Drohkulisse aufbaut“, sagt Dirk Weins heimer, Jurist bei der Verbraucherzentrale Thü ringen. Normalerweise werden die Verbraucher auf den betreffenden Internetseiten zur Eingabe ihrer Adressdaten aufgefordert. Dagegen vermutet Jürgen Meyer, dass Webtains die Anschrift in seinem Fall „irgendwo gekauft“ hat. Anschließend flattern den Betroffenen Briefe ins Haus, in denen behauptet wird, dass sie einen Vertrag eingegangen seien, bei dem Zahlungen fällig würden. Durch Mahnungen und Drohungen, an denen oft auch Rechtsanwälte und Inkassobüros beteiligt seien, werde massiv Druck auf die Betroffenen ausgeübt. Dirk Weins heimer rät dennoch dringend von einer Zahlung ab: „Es fehlt hier an der Willenserklärung der Verbraucher. Wenn sie gewusst hätten, dass es so viel Geld kosten soll, hätten sie sich nicht dort angemeldet – schließlich bekommt man Routenplaner woanders kostenlos. Auch die Rechtsprechung sieht hier keine Zahlungspflicht für die Verbraucher.“ Stattdessen empfiehlt der Jurist, der Zahlungsaufforderung auf jeden Fall schriftlich zu widersprechen (am besten per Einschreiben mit Rückschein) und die Sache auszusitzen: „Unsere Erfahrung zeigt, dass die Forderungen in der Regel nicht eingeklagt werden, denn vor Gericht bricht das ganze Szenario in sich zusammen.“ Weinheimers Einschätzung deckt sich mit der von Eghard Teichmann. „Wenn die einen Brief vom Anwalt bekommen, ist Ruhe – dann sortieren die einen aus“, meint der Achimer Jurist. Doch viele, vor allem ältere Menschen, zahlten aus Angst vor Repressalien. „Und wenn bei der Masse an Briefen, die die Abzocker verschicken, nur ein Bruchteil der Leute überweist, haben die einen guten Schnitt gemacht“, rechnet Eghard Teichmann vor.
Eine Überweisung von Bianca Jablonski und Jürgen Meyer darf Webtains nicht erwarten. „Ich werde auf keinen Fall zahlen, nicht einen Cent! Ich finanzier’ doch nicht deren dicken Daimler!“, schimpft Jürgen Meyer. Der 47-
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19.08.10 meint simone.r (anonym)
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