Achim/Baden · Von Manfred Brodt · Schornsteinbrand am Wohnhaus in der Badener Straße Holzbaden wurde am Montag um 22.32 Uhr gemeldet, doch es sollte ein ausgedehnter Dachstuhlbrand sein.

© Mediengruppe Kreiszeitung / Foto: Brodt
Aufopferungsvoller Einsatz gegen den Dachstuhlbrand in sonst klirrend kalter Nacht.
Plötzlich waren Knall und Verpuffung zu hören und schon brannte es, wie von Bewohnern und Nachbarn zu erfahren war. Sie blieben alle unverletzt.
Vom größeren Ausmaß des Feuers waren auch die Mannen um den Badener Ortsbrandmeister Lutz Schröder überrascht, und sie hatten es nicht leicht, in der bei 14 Grad Minus eiskalten Nacht richtig ans Dach zu kommen und es zu knacken.
Die Achimer Feuerwehr mit ihrer Drehleiter und weiteren Trägern von Atemschutzgeräten war schnell zu der verqualmten Brandstätte gerufen worden, um eine drohende Rauchgasdurchzündung zu verhindern.
Nach umfangreichen Lüftungsmaßnahmen und Entfernen der Dachziegel konnte das Feuer im Bereich der Küche lokalisiert und gelöscht werden. Das Nachbarhaus wurde vorsorglich geräumt, und die Bewohner konnten sich in der benachbarten Schule aufwärmen.
Um noch vorhandene Glutnester aufzuspüren und abzulöschen, wurde auch der Messtrupp mit der Wärmebildkamera in Bewegung gesetzt.
Um 2 Uhr war der aufopferungsvolle Einsatz der mehr als 20 Feuerwehrleute, flankiert von Polizei und DRK, beendet. Erheblicher Schaden im Haus war unvermeidlich.
Für die Achimer Feuerwehrleute ging es nach kurzer Erholung in der Nacht gleich am nächsten Morgen um 7.30 Uhr weiter.
In der Straße Am Vorbruch hatte ein Schornstein Feuer gefangen. Die Wehr kontrollierte zunächst die an den Kamin angrenzenden Wohnräume. Der betroffene Zug des Kamins wurde mit Kehrgeschirr vom Dach aus gesäubert, und die nach unten fallende Asche und das Brandgut wurden aus dem Kamin geschaufelt. So konnte die Gefahr gebannt werden.
Nachdem die Temperaturen um den Schornstein als unkritisch eingestuft und weitere Messungen veranlasst worden waren, war der Einsatz nach zwei Stunden beendet.
Für die Achimer Feuerwehr war es in der Eiszeit die siebte Alarmierung in 15 Stunden, wie Pressesprecher Andreas Weinberg mitteilt. Am Montagnachmittag hatte der Einsatzmarathon mit einem Parzellenbrand an der Potsdamer Straße begonnen. Ein durch eine Außenwand führendes Ofenrohr hatte vermutlich Holz in Brand gesetzt.
Das Feuer konnte sich zunächst unbemerkt ausbreiten, bis Nachbarn die entstandene Rauchsäule wahrnahmen. Durch das zügige Eingreifen der Kräfte der Achimer Ortsfeuerwehr konnte verhindert werden, dass die Parzelle total zerstört wurde.
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